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der patschafft nit uil ahte,
auch waren sy uer schmähte.
Wan aller menglich hj vnd da,
sy riten oder gicngen, so
5 erpot in dach niemen kain er,
sy waren all uerhasset ser,
mit mancher hamllai krüden
uer schmehter wan dy iüden.
Man aitum üt&m faßt fein.
Äie iuden selb uei'schmehten dy
10 vnd dauhten sich pesser wann sy.
wann ain iud, der hiess der merlein,
sich auch vil naher scheczt zu sein
an sein wirden vnd eren
wann dis herczager weren,
15 Wann er zu ainem tag waz auss
gegangen, hin für daz rat hauss,
zu aines spores laden, uor
dem selben stund ain pank enpor,
dar auff waz diser iüde
20 gesessen für dy müde,
Da kamen dy herczager her. 172a
ainer, hiess ulrich spekesser,
vnd ander mer, alz ich uernym,
dy saczten sich nider zu jm
25 auff den pank für den laden,
in schnelliglichem traden.
Da sprang der iud auff pald uan jn,
er lies« sy siezen vnd flach hin,
vnd sprach cauff mein iütschait, ir seit
30 mir nit gnassen an meiner seit,
neben mir hy zu siezen!
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918