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ez wer mir nit mit wiczen,
Daz ich pei euch peleiben solt,
wann sicher, ich bin euch nit halt!1
von der red wurden sy schäm rot,
5 daz in solcher schantlicher spot,
auch krant werren und kruden
peschach uon ainetu iüden!
Also warn allen thalb uerschmeht,
waz ir waz uon herczag albreht.
10 ich gierig- auch äfft über den placz,
da maintens, daz ich in zu tracz
also gieng hin und here
und hasten mich uil sere.
Wen t>em roctlman üttir fcnn (jarnufd) kneljt-
An ainem aubent do gieng ich
15 aber auff disem placz, für mich
alsa in meiner uantisei.
auff dise grassen puberei
gedaht ich hin vnd wider,
ich ging auff vnd auch nider.
20 Als ich nun gieng in dem getreht,
da kam zu mir ain harnusch kneht,
der waz ain herezog albrehter,
peter harnusch maister hiess er.
e ich in het uer numraen,
35 da waz er zu mir kummen
Und sprach zu mir 'michel peliatn,
dein tihten pringet dich in schäm,
vnd machet dir nach angst vnd nat,
du würst darumb gestachen tat,
80 dar umb solt du dich massen
vnd salches tihten lassen!'
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918