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zu dem seheuhenstain hete!
Bei sechs wachen ich daz an traib. mde
daz wart mich uer driessen, vnd schraib octob.
dem zirkendarffer auff der stet,
S 'daz er die sach zu wissen tet
vnserm herrem, dem kaiser,
wie daz arg schelk vnd fraiser
All nacht suchen iimb dise uest,
und unser kainer dach nit west,
10 nach kirnt er uaren, wer sie wem.
sy wem vns mit grossen geuern
zu stellen und auch seczen
an aln enden und leczen.
Das unser her kaiser daz gesloss 216b
15 anders pestelt in solcher mass,
wann solcher sorg1, angst vnd unru
mocht ich die leng nit kutumen zu,
noch der arbait uolbringen
in kainer handlai dingen.*
We mtd)cl pcljorn bct Ijcmbtmanfdjuft Uiriß wart.
20 Unser herr kaiser schiket mir
den selben zirkendorffer schir.
nur an dem andern tag kam er
gen diser uesten zu mir her,
vnd lost mich auss den vorgen
25 grossen angsten und sargen.
Und ainen andern liaubet man
er an mein stat seczen pegan,
auch ainen frummen, der tet daz pest,
den die gesellen in diser uest
30 zu ahn eitern en pfiengen,
hiess ostertag uon giengen.
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918