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in duz haus, pis mein licrr kuinjit liein ,
vvan er yeczunder nit Iiaiin ist,
er kunipt aber in kiirczer i'rist.
7,vvar, er ist wol so erberg,
5 er uersagt euch nit herber»- !>
Da sich die red also pe»ab,
da waz ich fro vnd zoch mich ab,
mantel, gugeln vnd mein geret.
stieffei, sporn, swert ich uon mir tet
10 vnd tnaint, ich soll gar schone
die nacht da lierberg hone.
Wein vnd ach brot, dar zu ain kes,
Hess ich mir pringen, pis man es.
nun worn zwen schreibet1 a» der stet,
15 die der richter beherbergt het.
des apts uon melk mit namcn
warn die Schreiber paidsamen.
Sie mochten wol gut g-selLen sein,
sie sassen mit mir zu dem wein.
20 mit in ich gut geselschafft het,
wir kürczweilten an aim bret.
da wir nun also sassen,
mit ain trunken vnd assen,
Da kam der paur dart her geuarn,
25 recht alz umb ainn pin karb ain swarn.
ich im freuntlich eiigege» trat,
die nacht ich in umb herberg pat,
'dez ta»s wer mir zerrunnen,
ich het nit i'urpaz kunnen.'
30 Der richter fraget mich der mer
'wem ich zu hart vnd wer ich wer?1
ich antwurt jm vnd sprach 'nun seht,
Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Titel
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Autor
- Th. G. v. Karajan
- Verlag
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1462
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.9 x 19.8 cm
- Seiten
- 580
- Schlagwörter
- Chronik, Strophenform
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918