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Motive und unternehmerische Kompetenzen von GründerInnen technologie-orientierter Unternehmen
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Forschungsmethodik 131 Ein zentraler Gedanke des Modells ist, dass die unteren Motivationsebenen einen Vorrang gegenüber den übergeordneten Ebenen haben. (Rothermund und Eder, 2011) Relevant für weitergehende Betrachtungen im Kontext dieser Arbeit sind die obersten zwei Stufen der Pyramide: Respekt der Mitmenschen, Erfolg, Anerkennung, Status, Prestige und Freiheiten. Erst dann kann die Spitze der Pyramide erreicht werden, nämlich die Selbstaktualisierung: das Erreichen von Lebenszielen oder auch die Entwicklung der eigenen Potenziale. Die Werte an der Spitze der Pyramide finden sich auch in empirischen Studien als Hauptmotive für Gründungen wieder. Diese sind Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung sowie das Umsetzen eigener Ideen. (Halberstadt et al., 2008) Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie Eine der weiteren wesentlichen Inhaltstheorien zur Motivation ist die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg (Maier, 2016). Herzberg beschreibt dabei Motivatoren als Faktoren, welche Zufriedenheit auslösen. Dabei lautet die Kernaussage des Autors: "Ich kann die Batterie einer Person aufladen und dann wieder aufladen und wieder aufladen. Aber nur wenn man einen eigenen Generator hat, kann man über Motivation reden. Man braucht dann keine äußere Stimulation. Man will es tun.“ (Herzberg, 1987) In seinem Modell stehen den Motivatoren die Hygienefaktoren gegenüber, die nie Auslöser von Zufriedenheit sind. Mehr noch, ihre Nichterfüllung führt zur Unzufriedenheit. Als Hygienefaktoren werden demnach Geschäftspolitik, Betriebsklima, Verwaltung, Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Gehalt bzw. Arbeitsinhalte, Karrieremöglichkeiten, Anerkennung und die persönliche Entwicklung genannt. (Herzberg, 1987) Herzberg (1987) dazu: „The dissatisfaction-avoidance […] are extrinsic to the job.” Herzbergs Theorie hatte indirekt auch Einfluss auf die Entwicklung von Trends zu den Bereichen Job-Rotation, Job-Enlargement (Aufgabenerweiterung) und Job-Enrichment (Berthel, 2000). Das bedeutet Jobs so zu gestalten, dass ein hohes Maß an Arbeitszufriedenheit erreicht wird. Untenstehende Abbildung gibt einen Vergleich der traditionellen Inhaltstheorie der Zufriedenheit mit Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie wieder und verdeutlicht, dass es innerhalb der Zwei-Faktoren-Theorie nicht nur die zwei Extrema der Unzufriedenheit und Zufriedenheit gibt, sondern dass es auch Stadien der Nicht-Unzufriedenheit bzw. Nicht-Zufriedenheit geben kann (siehe auch Abbildung 45).
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Motive und unternehmerische Kompetenzen von GründerInnen technologie-orientierter Unternehmen
Techno- und sozioökonomisch orientierte Betriebswirtschaft
Titel
Motive und unternehmerische Kompetenzen von GründerInnen technologie-orientierter Unternehmen
Autor
Julia Soos
Herausgeber
Ulrich Bauer
Verlag
Verlag der Technischen Universität Graz
Ort
Graz
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 4.0
ISBN
978-3-85125-517-1
Abmessungen
15.5 x 22.5 cm
Seiten
282
Schlagwörter
Technologie, Unternehmensgründung, Wissen, Kompetenz
Kategorien
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