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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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5 Aspekte derAufführungspraxis Abbildung 5.2:ErasmusHämmerle,Primiz des hl. Philipp Benitius, Innenansicht des SalzburgerDomes, vor 1647, Öl aufLeinwand, 143x280 cm,MariaLuggau, Servitenkloster.Vgl.Keller/Neuhardt:ErzbischofParis Lodron, S. 204.DasBild erlaubtRückschlüsse auf denZustand vor 1647, als dieOrgelemporen offensichtlich hölzerne Unterbauten hatten. vorn beymChor 4 Seitenorgeln, und unten im chor eine kleine Chororgel, wobey die Chorsänger sind.Die grosseOrgel wird bey einer grossenMusik nur zumPräludiren ge- braucht: beyderMusik selbst aberwird eine der 4Seitenorgeln, beständig gespielet, näm- lich die nächste amAltar rechterHand,wo die Solosänger undBässe sind.Gegenüber auf der linken Seitenorgel sind dieViolinis- ten etc. und auf den beyden anderen Sei- tenorgeln sind die 2. ChöreTrompeten und Paukken.Die untereChororgel undViolon spielen, wenn es völlig gehet,mit. DieOboe und Querflöte wird selten, das Waldhorn aber niemals in derDomkirche gehöret.Alle dieseHerren spielen demnach in derKirche bey derViolinemit.“33 Fast genau 100 Jahre nach denDekretenLeopold AntonvonFirmianskamenVincentNovelloundseine FrauMarywährend ihrer „Wallfahrt zuMozart“ im Sommer 1829 nach Salzburg.VincentNovello besuch- te imLaufe diesesAufenthalts den SalzburgerDom, undwenner sich auch enttäuscht zeigte, dass er keine 33[L.Mozart]: „Nachricht von demgegenwärtigen Zustande“, S. 195. Musik vonMozart zu hören bekam, so verdankenwir ihm doch eine genaue Beschreibung des liturgisch- musikalischen Ablaufes eines Gottesdienstes in der Metropolitankirche: „DerGottesdienst begannmit derProzes- sion, wobei das Sakrament unter einemBal- dachin getragenwurde, umgeben vonPries- tern, die eine gregorianischeHymne sangen. Ein schöner Effekt wurde dadurch erzielt, daßdieChorsängerdannundwann innehiel- ten, ehe sie ihre feierlichen Strophenwieder begannen. Es wurde nur vonMännerstim- men ohne jedeBegleitung gesungen. DasOrchesterwar auf derGalerie rechter Hand aufgestellt, die nahe demAltar von einemderPfeiler getragenwird, auf denen dieKuppel ruht.Esbestandaus zwei ersten, einer zweiten Geige, Viola und Baß (kein Cello), drei Posaunen (Alt, Tenor undBaß) und derOrgel. [...] DerOrganistwar ein unauffälliger, beach- tenswerter Spieler. Er begleitete die Stim- men sorgfältig und leitete jeden Satz der Messe mit ein paar Akkorden ein, um die Tonart anzugeben. Vor dem Evangelium 130
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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