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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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5 Aspekte derAufführungspraxis nur derAufführungspraxis amSalzburgerDoment- sprechen, sondern dort auch tatsächlich verwendet wurden.Umgekehrt istdamitauchnachgewiesen,dass dieseBleistifteintragungen aus dem18. Jahrhundert stammen. DadieSucheundAuswertungvonüberdie Initialen möglicherweise auskunftgebendenAkten imaktuellen Projektnichtgeleistetwerdenkonnte,mussdie folgen- deAuflistung derKürzel als vorläufigesErgebnis und möglicherAusgangspunkt für künftigeForschungen genügen.DerenErscheinen imBestand ist über das Register desKatalogs zu erschließen. • A.E. • A.P. • B.M. • B. I.M. (identischmitB.M.?) • I.M. • I. P. • I.W. • J.K. • J.Kt. (identischmit J.K.?) • J. Pr. • L. I. •M. •M.B. (identischmitB.M.?) •M.H. (identischmitM.M.H.?) •M.M.H. •M., Step.A.285 • S.A.M. (identischmitM., Step.A.?) • St.A.M. (inA 1478: „St. A.Mejgihter [?]“) • St.A.Mh. • S.M. •W.W. 285A34, trb 3: „Step: [Stephan?]A:M:“ Separat oder in Verbindung mit den genannten Initialen sind in den Stimmen vielfach auch oft deko- rativ ausgeführteMundstückschaftabdrücke anzutref- fen.Diese finden sich auch inMaterialien zuWerken, die im 19. Jahrhundert nicht populär waren, und stammendahermit an Sicherheit grenzenderWahr- scheinlichkeitnochausdem18.Jahrhundert.Dassdie Durchmesser dieserAbdrücke in denTrombone-Alto- StimmenimVergleichzumodernenInstrumentensehr klein (ca. 5–6mm) sind, jene in denTenorstimmen dagegenmit 8–10mmsignifikant größer sind, legt die Verwendung von Instrumenten nahe, derenWeiten- mensur so deutlich verschiedenwar, dass es sichprak- tisch nur um verschiedene Stimmgrößen gehandelt habenkann.Esgibt keinerlei Indiziendafür, dass sich bis zurAuflösungderHofmusik (1807) etwasandieser Colla parte-Praxis geändert hätte. Vielmehr wurde sie nochMitte der 1820er-Jahre als selbstverständlich angesehen286, weshalb im Katalog die Stimmenbe- zeichnungen für die drei üblichenPosaunen auf „trb 1, 2, 3“vereinheitlichtwurde, auchwenndieStimmen tatsächlichmitBezeichnungenwie „Trombone alto“, Trombone tenore“ etc. versehen sind. Gelegentlich sind – insbesondere bei JohannErnst Eberlin – „Tromboni obligati“ vorgesehen, sehr ver- einzelt finden sich etwa beiAdlgasser, Eberlin oder LeopoldMozart auch regelrechte Solo-Partien, die für den von 1756 bis 1769 am Salzburger Hof beschäf- tigten Thomas Gschlatt287 bestimmt gewesen sein dürften.288 Als einKuriosum ist eine vonLuigiGatti angefer- tigte Posaunenstimme zu JosephHaydnsOratorium Die Schöpfung (A 1165) zu erwähnen (Abbildung 5.8 aufdernächstenSeite). Sie istmit „TromboneRip:no“ bezeichnet und stellt eine bisweilen eigenwilligeNeu- schöpfungGattis dar, diemit keiner der originalen Stimmen vollkommen korreliert. Sie folgt imWesent- lichen der Basslinie, im Sinne des „Ripieno“ häufig (aber nicht dogmatisch) dem Chor-Bass, mitunter auch demKontrafagott, derBassposaune oder ist an anderen Stellen rhythmisch an die Pauke angelehnt. 286AES,DommusikvereinundMozarteum 522,Dommusikakten 1817–1836. Undatiertes Schreiben, am oberen Rand der ersten Seite von anderer Hand: „NB. Eine Probe in dem Kapellhause gehaltenworden / d[en] 16. Febr. 1826.“ 287Hintermaier:Die Salzburger Hofkapelle, S. 152–154. 288Vgl. auchSchmid:Mozart und die SalzburgerTradition, bes. S. 273. 180
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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