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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Seite - 189 -
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Seite - 189 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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6.1 ZurGeschichte der Sammlung mal sie, wie dieBesetzungmit zweiOrgeln (Organo concertato bzw. ripieno) und drei Posaunen beweist, definitiv für den Salzburger Dom geschrieben und dort fraglos benutztwurden (das zeigen,wie an ande- rer Stelle bereits ausgeführt, u.a. dieMonogramme derThurner, die indiePosaunenstimmeneingetragen wurden→ S. 179).17 NachdemTodLuigiGattis am1.März1817wurde von der k.k. Finanzdirektion jedenfalls sofort eine Inventarisierung jenerMusikalien, dieGatti bei sich zuhause aufbewahrt hatte, angeordnet.18 WährenddieAufsicht über dieMusikalien ausGat- tisWohnungJoachimFuetschanvertrautwurde,über- nahmMatthias Schitra19, bis 1807 erster Bassist der Hofkapelle, zunächst die AgendenGattis als Leiter der Dommusik. Unter seiner Ägide fand auch eine erste Inventur dieserMusikalien statt, bei der außer einer „einzigenMesse“20 nichts vermisstwurde.Nach einerweiteren Inventur des gesamtenBestandes legte Schitra offenbar am9. Juni und2.Oktober 1820 zwei Berichte und einVerzeichnis Der sammentlichen im Katalog vorgefundenen u. eingetragenenDommusika- lien, aus welcheman durch die Inventur ersehen, daß viele Stücke davon von vielenMusikmeistern abgängig u. nichtmehr zumVorschein gekommen sind, [?]21, 17Vgl. z.B.Sign.Hl.Kreuz1: in trb1rechtsuntenmitBleistift: „JPr“, in trb 3 rechts untenmitBleistift „MH“.Diese und andereMonogramme kommen auch in zahlreichen anderen Musikalien imDommusikarchiv vor, z.B. in A-Sd, A 87, A347,A268,A257,A451(L.Mozart„Parasti inconspectu meo“) u.a. vor. 18AES,Dommusikverein undMozarteum,AT-AES1.2.AXd 522: „Die von demHerrnKonsistorialrath undDomKus- tos JosephNaupp zurAufbewahrung und Inventarisation derDommusikalien und Instrumente getroffeneEinleitung, sowie deren einstweiligeUebergabe an denDommusikus Fuetsch gereicht zur befriedigendenNachricht.Ueber den Erfolg der Inventurwünschtmannach deren baldigenBe- endigung dieweitereAnzeige. Was die Leitung undAufsicht desMusikdienstes betrifft, welche der Sänger Schidera schonwährend derKrankheit des seel: Kapellmeisters versehen hat, so erwartetman von demselben, daß er sich dieses bis aufWeiteres pünktlich werde angeleghen seyn lassen.“ 19Hintermaier:Die Salzburger Hofkapelle, S. 375–376. 20BeidieserdürfteessichumLuigiGattisMissaS.Ruperti,die dieser für das Jubiläum1782 geschrieben hatte und deren originaler Stimmensatz heute in derBibliothek desConser- vatorio ‚LuigiCherubini‘ (Sign. I-Fc,F.P.Ch. 184) verwahrt wird, gehandelt haben.Vgl.Neumayr, Eva/LarsE. Laub- hold: „LuigiGatti and theCollection of Salzburg Sources in the Library of the Conservatorio ‚Luigi Cherubini‘ in Florence“, in:Alessandro Lattanzi (Hrsg.):Luigi Gat- ti (1740–1817). LaMusica aMantova e a Salisburgo tra Sette eOttocento, Lucca: LibreriaMusicale Italiana 2017, S. 167–188. 21AES,Dommusikverein undMozarteum,AT-AES1.2.AXd 522, Salzburg, 22. Jänner 1821: „Übrigens hat man von vor. Schitrawurde bei der Inventur offenbar von Joa- chimJosephFuetsch unddenDomchoralisten Joseph Pohl22 undAlois Fuchs23 unterstützt, die dafür auch entlohntwurden.24Am14. Februar 1822 erging aus Linz derAuftrag an dasKonsistorium, die „Verferti- gung zweiyer gleichlautenderDommusikalienkataloge durch den Dommusiker Fuetsch unter der Leitung des Dom Chorvikarius Wegler und Schilling“25 zu veranlassen. Joachim Fuetsch legte schon im April 1822 ein Inventarium aller in Dom gehörigen, und befindli- chenMusik Instrumenten als auch einenBericht über das Verzeichnis des Herrn Schitra, der abgängigen DomMusikalien26 vor, in demer zahlreicheAngaben Schitras bezüglich abgängigerMusikalien berichtigte respektive diese lokalisieren konnte. Außerdem lie- ferte er einVerzeichnis derDomMusikalien, welche Unterzeichneter bei sich zuHause aufbewahret.27Be- reits am13. Juli 1822 stellte er die beidenExemplare desCatalogusMusicalis in EcclesiaMetropolitana28 fertig. Nachdem Matthias Schitra 1824 gestorben war, übernahmFuetsch die Leitung derDommusik.29Er hatte nun sowohl dasMusikarchiv als auch dieMu- SeitederDomkustodiegarkeinenGrund,dieRichtigkeitdes allseitigenVorschreibensdesDombassistenunddermahligen MusikdirectorsSchitraauchnur imgeringstenzubezweifeln. Diemitgetheilten 2 SchitraschenBerichte vom9 Juny u. 2 October d. J. sammt einemVerzeichnisse, dann demalten Musikalienkatalog folgen geziemend zurück.“ 22Hintermaier:Die Salzburger Hofkapelle, S. 526. 23Ebd., S. 522. 24„Die k.k.HoheLandesregierung hat unterm14. d.M. Zahl 2643 denjenigen Individuen,welche zurNotwendigenHer- stellung der Ordnung in den Dommusikalien gebraucht worden sind, nahmentlich Schitra, Fuetsch,Pohl undFuchs, eine Remuneration [?] angewiesen. [?] Salzb. d. 2. März 1822.“ Vgl. AES, Dommusikverein undMozarteum, AT- AES 1.2.AXd 522. 25AES,Dommusikverein undMozarteum,AT-AES1.2.AXd 522, 14.2.1822; AntonAlois Schilling, vgl.Hintermaier: Die Salzburger Hofkapelle, S. 515; Kaspar Weegler, vgl. ebd., S. 518. 26Beide AES, Dommusikverein und Mozarteum, AT-AES 1.2.AXd 522. 27Ebd. 28CatalogusMusicalis in EcclesiaMetropolitana conscriptus 13 Julÿ annoMDCCCXXII [später hinzugefügt:] ab Joa- chimo Fuetsch M[anu propria] Chori dirigente, zwei im Wesentlichen identischeBände,AES, o. Sign. 29AES,Dommusikverein undMozarteum,AT-AES1.2.AXd 522: „AndenHof- u.DomMusikusHerrn JoachimFuetsch NachdemderHof- u.DomMusikusHr.Mathias Schitra mit tode abgegangen ist u. derHof- u. Dom-MusikusHr. JoachimFuetsch an der Stelle desVerstorbenen schon eine geraumeZeit dieDirectionderFiguratmusik indemoberen Domchormit allerGenauigkeit u. Praezision geführet hat: sowünschetman, daß dieseDirection von demselben bis zu einer definitiven u. allgemeinen Regulirung der Dom- 189
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Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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