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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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6.1 ZurGeschichte der Sammlung ImZusammenhangmit derHerausgabe derMess- kompositionenWolfgangAmadéMozarts in derNeu- enMozart Ausgabe begannWalter Senn vermutlich Ende der 50er-Jahre, das Dommusikarchiv neu zu ordnen.Wohl um eineKatalogisierungmittels Zettel- katalog vorzubereiten, ordnete er sämtlicheBestände (heute Reihe A, B,Dommusikverein und Mozarte- um, Nachlässe etc.) alphabethisch und fasste sie in gebündeltenFaszikeln zusammen. In der Sammlung entdeckte Senn auch die authentischenAbschriften vonWerkenWolfgangAmadéMozartsmitEintragun- gen desKomponisten und vonLeopoldMozart, die zu denwertvollstenMusikalien desDommusikarchivs gehören.61 Sennwar es auch, der 1966 einen umfangreichen Diebstahl vonNoten undMusikbüchern aus denBe- ständen des SalzburgerDomchors aufdeckte. EinAn- gestellter62, der Zutritt zu den damals in derWachs- kammerdesDomsgelagertenMusikalienhatte, veräu- ßerte zahlreicheChorbücher undMusikalien aus dem Mozart-Nachlass und demBestandDommusikverein undMozarteum, alles in allemca. 600Musikalienund Bücher, an einenHehler63, nachdemerBesitzstempel und Signaturen entweder durchRasuren oder durch Herausreißen von ganzen Titelblättern oder Teilen davon entfernt hatte. Den größten Teil erwarb das Antiquariat Schneider in Tutzing nach schriftlicher Versicherung desHehlers, es handle sich zurGänze umMusikalien aus Familienbesitz.Während dieser Teil bis auf einigeunauffindbareStücke zurückgestellt werden konnte, sind andere damals gestohleneMusi- kalien immer noch abgängig.64 AngesichtsdiesesDiebstahls und seinerFolgenwur- deAnfang der 70er-Jahre beschlossen, denBestand in Zusammenarbeitmit dem Institut fürMusikwis- senschaft derUniversitätSalzburg (Leiter:Univ.Prof. Dr.GerhardCroll) zu katalogisieren. In derFolge fer- tigte ErnstHintermaier ausführliche Zettelkataloge sowohl von großenTeilen derReiheA, desBestands Dommusikverein undMozarteum als auch eines klei- 61Senn: „BeiträgezurMozartforschung“;Senn: „DerCatalogus Musicalis“. 62SeinName, Emil Lerperger, sei ob desAusmaßes anZerstö- rung, das er in denmusikalischenQuellen verursacht hat, nicht verschwiegen. 63SeinNamewarBrunoFritz. 64Spatzenegger, Hans: „Entwendete Musikalien aus dem BesitzdesDomchors inSalzburg“, in:FontesArtisMusicae, 25 (1978), Nr. 2, S. 152–156. nenOpernbestandes an und legte einen gedruckten Katalog der Chorbücher65 vor. Als er 1986 Leiter desArchivs derErzdiözesewurde und zusätzlich an zahlreichenmusikwissenschaftlichenPublikationenar- beitete,konntendieKatalogisierungsarbeitenvon ihm nichtmehr imgleichenAusmaßweiter fortgeführtwer- den.Überdies befand sich dasArchiv derErzdiözese bis 2006 im Gebäude Kapitelplatz 2, während die musikalischenBestände zeitweise in einem zurErzab- tei St. Peter gehörendenGebäude, dem sogenannten „Blumenstöckl“, ausgelagertwaren. In beidenOrten waren die räumlichenGegebenheiten beengt und an ausgedehntere Sortierungsarbeiten nicht zu denken. Als dasArchiv der Erzdiözese neu gebaut wurde und an seinen neuen Standort (Kapitelplatz 3) über- siedelte, wurden dieMusikalien neu untergebracht: Bei dieserGelegenheit begannEvaNeumayrmit der Neuordnung der noch unkatalogisierten, noch immer inder alphabetischenSortierungvonSennaufbewahr- tenTeile desBestands.Diesewurden zunächstwieder nachProvenienzen getrennt, also inReiheA (Stim- menabschriften vonKirchenmusikalien vomEnde des 17. bis zurMitte des 19. Jahrhunderts), B (eine klei- ne SammlungweltlicherWerke) und in denBestand Dommusikverein undMozarteum, dazuwurden ver- schiedeneNachlässe zusammensortiert, etc. Bereits währenddieserArbeiten konnten zahlreicheFragmen- te zugeordnet und somit die betreffendenmusikali- schenQuellen vervollständigtwerden. NachAbschluss derVorsortierung konntemitUn- terstützung des Österreichischen Fonds für wissen- schaftliche Forschung (FWF) die wissenschaftliche Aufarbeitung undKatalogisierung inAngriff genom- men werden. Ab 2007 wurden die Musikalien des Dommusikarchivs Reihe A von Eva Neumayr und Lars Laubholdmithilfe desProgrammsKALLISTO in dieRISM-Datenbank eingegeben. Zusätzlich zum vorliegenden gedrucktenKatalog stehen dieBeschrei- bungen dermusikalischenQuellen seit Juli 2011 der interessiertenÖffentlichkeit imRISM-Opac66 zurVer- fügung.Das istwohl die Erfüllung dessen,wasCon- stantin Schneider bereits 1927 – vor nunmehr fast 90 Jahren und nicht nur für die SalzburgerQuellen – 65Hintermaier:Katalog (1992). 66〈URL:http://www.opac.rism.info/〉–Zugriff am16.01.2014. 195
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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