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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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6.2 DerCatalogusMusicalisdes SalzburgerDoms Komponist 1791 1822 m A-Sd J. E. Eberlin 206 232 215 250 J.M.Haydn 78 128 123 242 L.Gatti 44 105 95 109 M. S. Biechteler 13 100 96 133 J. Stadlmayr - 81 81 197 G. Lolli 1 54 52 70 K.H.Biber - 53 52 107 A.Caldara 10 27 26 42 A.C.Adlgasser 19 20 17 30 W.A.Mozart 10 18 17 28 P.Gutfreund - 16 16 63 F. I. Lipp - 13 13 34 M.Cazzati - 12 12 12 A.Megerle - 11 10 53 D. Fischietti 7 7 7 8 G.Reutter 6 7 4 5 J.D.Westermayer - 6 6 9 L.Mozart [4]a 5 5 5 J. B.Hochreiter - 5 5 4 J.M.Kracher - 5 4 20 J. J. Fux 3 4 3 4 G. J. Paris 2 4 4 4 F.N.Novotný 2 4 4 4 L.Hofmann 2 [4] [4] [4]b H. I. F. Biber - [3]c 3 10 J.Haydn 2 3 3 9 F.X.Neymiller - 3 3 4 G.C.Wagenseil - 3 3 3 J.G.Reinhardt [?] 1 2 2 2 M.Kracher (jun.) - 2 1 13 J.C.Kerll - 2 2 6 J.Hafeneder 1 1 1 2 L. Leo 1 1 1 1 A. Lotti 1 1 1 1 „Rül“ [=K. Loos?] 1 1 1 1 C. Sonnleithner 1 1 1 1 G.B.Casali 1 1 1 2 „Carcani“ 1 1 - - S. Bernardi - 2 [1] 140 T. L. d.Victoria - - - 118 a L.MozartsMissa brevis inA (CarM. IA3,A-Sd,A 450) wurde vonEstlinger fälschlich alsWerkW.A.Mozarts katalogisiert, während unter denWerkenLeopolds lediglich drei Litaneien verzeichnet sind. bWegenmehrfacher Fehlzuschreibungen geben die Zahlen ein unrichtigesBildwieder. Bereits Estlinger hatte eine eigene Fehlzuweisung anHofmannnachträglich eliminiert, Fuetsch bzw. Schitra fügten jedoch zweiweitere hinzu.Alle vier unter demNamenHofmanns katalogisiertenWerke sind imArchiv vorhanden; nur die beiden ersten, vonEstlinger verzeichneten, werden jedoch heute alsWerkeHofmanns angesehen. cKompositionenH.I.F. Biberswurden alsWerkeK.H. Bibers verzeichnet. Tabelle 6.2:Einträge imCatalogus „Gatti“. hezu durchgehend und zumTeil beträchtlich über- steigt. Letzteres liegt zum einen daran, dass große Teile der in derKathedralliturgie verwendetenMu- sik nicht katalogisiert wurden. Zum anderen zeigte sich erst imZuge derRISM-Katalogisierung, dass der hier bearbeiteteBestandweniger geschlossen ist, als bisher angenommen, und neben gelegentlichen Ein- sprengseln andererProvenienzQuellen ganz eigener Typik enthält, die in solcherDichte auftreten, dass manwohl vonmindestens einem eigenenTeilbestand innerhalb der Sammlung sprechenmuss, der nachbis- herigemKenntnisstand nicht derKathedralliturgie, sondern anderen, Stadt-SalzburgerAufführungskon- texten, zu einemGutteil wohl der bisherweitgehend unerforschten Institution der Stadtpfarrmusikanten zuzuordnen ist. Die hohe Zahl überlieferterWerke JohannMichael Haydns ist zumindest teilweise auf deren Popularität undVerbreitung auch außerhalb derDomliturgie zurückzuführen – eine Popularität, die Luigi Gatti fehlte und die sich in der Überliefe- rung seiner Kirchenmusik nahezu ausschließlich im Dommusikrepertoire niederschlug. Dass überdurch- schnittlich vieleWerke beiderKomponisten, die nach EstlingersTod noch produktivwaren, inNachträgen verzeichnet sind,überraschtnicht.Eher erstaunt,dass unter den bereits verstorbenenmitBiechteler, Lolli, Caldara undMozart vier Komponisten waren, die prinzipiell von Estlinger berücksichtigt worden wa- ren, derenWerke aber zu erheblichenTeilen erst in Nachträgen verzeichnetwurden. Einen Sonderfall im Salzburger Dommusikreper- toire stellt diesbezüglichW. A.MozartsWerk dar, dem imZuge einer beginnendenKanonbildung spä- testens ab etwa 1800 auch in Salzburg wachsendes Interesse entgegengebrachtwurde.DerVerlagBreit- kopf & Härtel war 1799 mit der Bitte anMozarts in St. Gilgen lebende Schwester Maria Anna von Berchtold zu Sonnenburg herangetreten, denVerlag bei derHerausgabe einer ‚Gesamtausgabe‘ derWerke Mozarts zu unterstützen.Wie, angeregt durch diese Initiative desVerlags, schließlich eineReihe vonMu- sikalien aus demBestand vonHof- undDommusik ihrenWegnachLeipzig fanden,wobei insbesondere derHofschreiberFelixHofstätter und schließlich auch Luigi Gatti selbst maßgeblich beteiligt waren, hat 201
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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