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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Seite - 222 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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6 Die SammlungDommusikarchiv selbst fürdenbearbeitetenBestandeindeutig sind.128 Während fürdenbearbeitetenBestanddieKonsistenz der Dokumentation über beide Schlüssel (Beschrei- bung/Referenznummer) sichergestellt ist, kann hin- gegen für denGesamtbestand derRISM-Datenbank weder ausgeschlossenwerden, dass gleicheWasserzei- chen in verschiedenen Beschreibungen erfasst sind, nochumgekehrt, dass verschiedeneWasserzeichenmit gleichenBeschreibungen bezeichnetwurden. In unseren Zeichnungen, und damit auch in den Beschreibungen, wurden Zwillingsschöpfformen nicht unterschieden.Daes sichbei denvonunskatalogisier- tenMaterialien in denmeistenFällen umStimmen- material und daher umEinzel- oder Doppelblätter handelt, wurde darauf verzichtet, die Position des Wasserzeichens innerhalb der Schöpfform zu rekon- struieren. Darüber hinaus wurde beimAbzeichnen nicht zwischen Sieb undFilzseite unterschieden. Spie- gelbildliche Formenwurden auf eine angenommene Rectus-Version korrigiert.Mondewurden nicht ver- messen, da ihre Zuweisung an eine bestimmte Pa- piermühle äußerst schwierig ist.WennWasserzeichen durch eine Jahreszahl auf demUmschlag genauer da- tierbarwaren,wurde diese Jahreszahl aufgenommen, ansonstenwurde jedemWasserzeichen ein zeitlicher Verwendungsbereich zugewiesen, der sich an den be- kanntenFaktenüberPapiermacher undSchreiber der Materialien orientiert, in denen dasWasserzeichen vorkommt.Dieser zeitlicheBereich ist in Zweifelsfäl- len eher großzügig bemessen. EinigeNummern fehlen inderListe: In diesenFällenhandelt es sichum ledig- lich fragmentarisch erkennbareWasserzeichen, über die kaum Information vorhanden ist, die aber in un- seremWasserzeichenkatalog ebenfalls eineNummer haben. 128Ausnahmen bilden unvollständigeBeschreibungen vonWas- serzeichen, die im jeweils untersuchtenMaterial nicht voll- ständig sichtbar waren und anhand der sichtbaren Teile auch nicht zweifelsfrei einemder bekanntenWasserzeichen zuzuordnenwaren. SolcheTeilbeschreibungen erhielten ei- geneRegistereinträge imKatalog, jedochnurdann separate Datensätze in unsererWasserzeichendatenbank,wenndie Zugehörigkeit zu einemder bereits dokumentiertenWasser- zeichen auszuschließenwar. 6.3.1 Papierer undPapiermühlen DiePapiermühle Lengfelden DiePapiermühle Lengfeldenwurde 1534 erstmals ur- kundlich erwähnt und im17. Jahrhundert zunächst vonderFamilieWurmgeführt.1729heirateteSusanne WurmnachdemTod ihres erstenEhemannesdenaus St. Pölten zugezogenenPapiererTobiasWörz (gest. 1650), nach dessenTodMichael Pfleghardt, der die Mühle bis 1669 führte.Nach ihmkamTobiasWörz d. J. (1640–1677), nach seinem tragischenUnfalltod fiel die Papiermühle durchVerzicht derGeschwister undGeschwisterkinder anMariaWörz (1647–1700), danach an ihre Tochter aus erster Ehe, Apollonia Elisabeth Hofmann (1666–1704) und derenGatten JohannFranzHofmann (1662–1709).FranzWörz (bis 1696) und sein Sohn Joseph (bis ca. 1708) arbeiteten alsPapierermeister imFamilienbetriebund führtenei- geneWasserzeichen.Nach demTode seiner Frauwur- de JohannFranzHofmannAlleinbesitzer und führte vermutlich in Zusammenarbeitmit seinemPapierer- meister Johann Rieder die Wasserzeichen-Initialen ‚HR‘, die sich bis 1737 nachweisen lassen. SeinNach- folgerwurde1725derältesteSohn,JohannSigismund Hofmann (1701–1736), dessen Initialen sich bis in die 70er-Jahre des 18. Jahrhunderts auch imNotenpapier nachweisen lassen. 1737 kamendessenEhefrauMaria HofmannunddieKinderAntonFidelis (1730–1775) undMariaGertraud (1731–1808) in denBesitz der Mühle. NachdemMaria Hofmann 1751 die Mühle allein übernommenhatte, übergab sie diese 1754 an ihren SohnAntonFidelis Hofmann (Initialen ‚AFH‘) und dessenFrauMaria JohannaWolf.129 Um1781 übernahmen deren Söhne Franz Anton (1755–1832)undIgnazHofmann(1756–nach1808)die Papiermühle. Ignazwurdeum1788ausbezahltund ist in der Folge alsWirt inMariaPlain nachweisbar.130 FranzAntonHofmannheiratete in erster EheEli- sabethPurtscher vonLobenstein.131Dieser Ehe ent- 129Vgl.Hintermaier:Katalog (1992), S. 34. 130Wird er 1787bei derGeburt seinerTochterElisabeth Johan- naTheresia als „gewesterMühlher“, 1788 bei derGeburt seines SohnesAnton nochmals als „Meister auf der hierlän- digenPapierfabrick“bezeichnet, ist seingenannterBeruf ab derGeburt einerweiterenTochterMariaAnnaElisabeth 1789 „Bestandwirth imPlain“.AES,TaufbuchBergheim, S. 608, 613 und 620. Seine Initialen ‚IH‘ tauchen imNoten- papier allerdings nicht auf. 131Vgl. Pfarre Bergheim, Trauungsbuch 3, S. 267. Elisabeth Purtscher vonLobenstein (d zwischen 1795 und 1800), die 222
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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