Seite - 224 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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6 Die SammlungDommusikarchiv
Johann Jakob Rott und Ferdinand Samber einiger
Beliebtheit. Im 19. Jahrhundert finden sich wieder
RaitenhaslacherWasserzeichen imSalzburgerNoten-
papier, nämlich diejenigen von JohannErnstTrexler
senior und seinemgleichnamigen Sohn.
Papiere aus derRegionToscolano am
Gardasee
Die schon jahrhundertelang bestehenden, gutenVer-
bindungenderSalzburgerHandelshäusermitVenedig
waren anscheinendVoraussetzung, nicht aberBedin-
gung, dass ab den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts
vermehrtNotenpapiere ausVenetienundderLombar-
dei, vor allemausderRegionToscolanoamGardasee,
importiert wurden.137DieGründe, warum sich das
italienische Papier ab dieser Zeit auch nördlich der
Alpen durchsetzte, mussmanwohl in der Qualität
des Papiers und demFlorieren der Papiermühlen der
RegionToscolano, die einenExportmöglichwerden
ließen, suchen. ImletztenVierteldes18.Jahrhunderts
waren es jedenfalls vorzugsweise die Papiere aus dem
Valle delle Cartiere inToscolano, die in Salzburg zum
Notenschreibenverwendetwurden.MitdemEndeder
RepublikVenedig 1805 kamallerdings auchdasEnde
des Fondaco dei Tedeschi, des deutschen Handels-
hauses inVenedig, was auch denHandelmit Papier
zwischen Venedig und Salzburg zumErliegen kom-
men ließ. Nach diesemZeitpunkt kamendiePapiere
wieder ausheimischen (Lengfeldenb.Salzburg), nahe-
gelegenen (Raitenhaslach,Braunau) oder böhmischen
Papiermühlen.
Über dieVerzeichnung derWasserzeichen
Inder folgendenListesindallevorkommendenWasser-
zeichen nach derReihenfolge derAufnahme geordnet.
Die Nummern dienen der leichteren Identifizierung
desWasserzeichens undwerden auch in derOnline-
Datenbank (www.memoryofpaper.eu) alsDateischlüs-
sel genutzt. DieWasserzeichenbeschreibung erfolgt
wie in derRISM-Datenbankund imgedrucktenKata-
log in englischer Sprache zwischen eckigenKlammern.
137In der zweiten Hälfte der 60er-Jahren hielten sichmit Jo-
hannes und JosephHagenauer sowie FranzGschwendtner
gleich drei Söhne vonwichtigen SalzburgerHandelshäusern
für längere Zeit amFondaco dei Tedeschi inVenedig auf,
umihrHandwerkzu lernen.Vgl.Ammerer/Angermüller/
Blöchl-Köstner:SalzburgerMozart Lexikon. ImWasserzeichen vorkommende Schriftzeichen sind
als Klartext wiedergegeben, Zeilenumbrüche durch
| angezeigt. Soweit möglich wurden Angaben zur
Herkunft des Papiers, zur Papiermühle bzw. zum
Papiermacher und dessenWirkungsdaten gemacht.
Konkordanzenwerden sowohl unter derÜberschrift
„Beschreibung in“ als auch „Abb. in“ berücksichtigt.
DabeiwerdendieLiteraturangabenabgekürztwieder-
gegeben: CatAd=deCatanzaro/Rainer:Adlgas-
ser. Thematic Catalogue; Eineder =Eineder:An-
cient Paper-Mills; Eisen =Eisen: Leopold-Mozart-
Werkverzeichnis; Heawood=Heawood, Edward:
WatermarksMainly of the 17th and 18thCenturies,
Hilversum (Holland):ThePaperPublications Society
1969, (Monumenta Chartae PapyraceaeHistoriam Il-
lustrantia, 1); Hintermaier=Hintermaier:Katalog
(1992); Hößle/a=Hößle, Friedrich von: „Baye-
rische Papiergeschichte“, in:Der Papier-Fabrikant,
(1924),Nr.29,S.328–333;Hößle/b=Hößle,Fried-
rich von: „Bayerische Papiergeschichte“, in: Der
Papier-Fabrikant, (1924),Nr. 30, S. 342–344;KBM
=KatalogeBayerischerMusiksammlungen,München:
Henle;MH=Sherman/Thomas:M.Haydn. The-
matic Catalogue; Mitterwieser1938 =Mitterwie-
ser, Alois: „Geschichte der Papiermühle Lengfel-
den bei Salzburg“, in:DerPapier-Fabrikant, (1938),
Nr. 48, S. 485–487;Mitterwieser1939=Mitterwie-
ser,Alois: „Die altenPapiermühlen vonLandshut
ander IsarundBraunauamInn“, in:Gutenberg Jahr-
buch, (1939), S. 31–38;Mitterwieser1940=Mitter-
wieser,Alois: „Die altenPapiermühlenMünchens“,
in:Gutenberg Jahrbuch, (1940), S. 25–34; Schneider-
Cuvay=Schneider-Cuvay:Die Instrumentalwerke
J.E. Eberlins; Tyson =Tyson:NMA.Wasserzei-
chenkatalog.
Sofern keine Datierungen aus der Sammlung (in-
tern)oderausanderenQuellen(extern)zurVerfügung
stehen, wird gelegentlich unter „Verwendung (ca.)“
eine Schätzung desVerwendungszeitraumes angebo-
ten, die auf denDatierungen der Handschriften im
Dommusikarchiv aufgrund der Schreiber beruht und
daher umso genauer ist, je öfter das Papier in der
Sammlung auftritt. Der Fundort der für dieDurch-
zeichnungen verwendetenPapiere ist unter „Quelle“
verzeichnet; scheinendortmehrere Stimmenauf, sind
die Zeichnungen durch Überlagerung mehrerer un-
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Musik am Dom zu Salzburg
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
- Titel
- Musik am Dom zu Salzburg
- Untertitel
- Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
- Autoren
- Eva Neumayr
- Lars E. Laubhold
- Ernst Hintermaier
- Verlag
- Hollitzer Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2018
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-99012-540-0
- Abmessungen
- 21.0 x 30.2 cm
- Seiten
- 432
- Kategorie
- Kunst und Kultur