Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Seite - 259 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 259 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

Bild der Seite - 259 -

Bild der Seite - 259 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

Text der Seite - 259 -

6.4 Kopisten denen allgemeinbildenden Schulen Salzburgs sowie in derLehrerausbildungtätig.Seine1868 imEigenverlag herausgebrachte Edition vonPaulHofhaimersHar- moniae poeticae undderenWiederaufführung brach- ten denKomponistenwieder insBewusstsein derÖf- fentlichkeit. Durch zunehmendeVerschuldung bereits gesellschaftlich inMisskredit geraten, führte seineAn- führerschaft bei einemMusikerstreik 1873 zu seiner Entlassung. 1874 als Honorarmusiker wieder einge- stellt, sicherte ihm 1877 ein Gnadenakt Erzbischof Eders eine neuerliche Festanstellungmit Pensionsbe- rechtigung als einfacherMusiker.149 Achleitner erscheint im vorliegenden Bestand ge- legentlich als Schreiber von ergänzenden Stimmen. AuchvereinzelteNachträge imExemplar „Archivium“ des ältestenBestandskatalogs dürften vonAchleitner stammen.150 Adlgasser, Anton Cajetan (1729–1777), er- scheint in der Sammlung als Schreiber überwiegend mit gelegentlichenEintragungen inAufführungsmate- rialien eigenerWerke.DerUmschlagtitel zuA 6 ist autograph, eventuell auch jener zuA 19. ZurBiogra- phie→ S. 341. Schriftprobe→ S. 280. Arthofer, Joseph (ca. 1741–1.5.1807), inNieder- österreich geboren, lebte spätestens seit 1778 inWien, wo er seit spätestens 1780 bis in die 1790er-Jahre u.a. als offiziellerKopist derWienerTonkünstler-Societät tätigwarundauchregelmäßigeKopieraufträge fürdie WienerHoftheater erfüllte. Darüber hinaus fertigte er Kopiaturen für Privatpersonen an. Seine Schrei- berhand erscheint in zahlreichen, zumTeil authenti- schenKopien derWerkeMozarts und seinerWiener Zeitgenossen, die bisweilen älter sind als die jewei- ligenErstdrucke.151ArthofersHandschrift erscheint imDommusikarchiv in zweiManuskripten: in einem Requiemvon JosephKeinz, das in den ältestenBe- standskatalogen zunächst als anonymesWerk, später 149Wagner,Karl:DasMozarteum.Geschichte und Entwick- lung einer kulturellen Institution, Innsbruck: EditionHelb- ling 1993, S. 278. 150Z.B. die Einträge zu LorenzWeiss, FranzWitt undPeter vonWinter imCatalogus „Archivium“, S. 159. 151Edge,Dexter: „RecentDiscoveries inVienneseCopies of Mozart’sConcertos“, in:NealZaslaw (Hrsg.):Mozart’s PianoConcertos. Text, Context, Interpretation, AnnAr- bor (Mich.): University ofMichiganPress 1996, S. 51–65, hier: bes. S. 51–55. dann als Komposition Leopold Hofmanns verzeich- net gewesen ist, sowie in einerAbschrift vonMozarts Messe KV 275. Beide Manuskripte überliefern die jeweiligeKomposition inminimalerAusführungmit einfachemSingstimmensatz und obligaten Instrumen- talstimmen (imFalle derMozart-Messemit erhebli- chenVerlusten), die durch Salzburger Schreiber für dieBenutzung in derDommusik erweitertwurde. Bach,Otto (1833–1893), ist in der Sammlung als Schreiber lediglichmit zwei kurzenNotizen nachzu- weisen, in denen er die hinkünftigeAusführung von Einzelstimmen (A 556) oder eines ganzen Werkes (A 1332) untersagt. ZurBiographie→S. 341. Biber,KarlHeinrich (4.9.1681–19.11.1749), hat als Schreiber an der Entstehung von nicht ganz 40 Manuskripten der SammlungDommusikarchivmit- gewirkt, wobei der weitaus überwiegende Teil auf autographe und teilautographe Stimmensätze seiner eigenenWerke entfällt. Vor der Identifizierung der Handschrift warenBibersManuskripte als Schreiber 104 dokumentiert. ZurBiographie→S. 343. Schrift- probe→ S. 281. Biechteler von Greiffenthal, Matthias Sieg- mund (ca. 1668–1743), ist in der Sammlung als Schreibermit diversenEintragungen in elfMateriali- en zu eigenenWerkenpräsent.DieChorstimmen (mit colla parte blasenden Posaunen) zur Litanei HocB A.8.06 (A 105) gelten als autograph. Bis zu seiner IdentifizierungwurdeBiechtelersSchriftzugalsSchrei- ber 166 katalogisiert.152 Zur Biographie→ S. 343. Schriftprobe→S. 282. Bischofreiter, Martin (1762–1845), Sohn eines LungauerKantors, trat 1786 insKloster St.Peter ein, legte imdarauffolgendenJahrdieProfessabund feier- te1789Primiz. 1794wurdeer zumPraefectus chori fi- guralis ernannt,einAmt,daserbis1813 innehatte.Ab 1819war er Inspector chorimusici, alswelcher er den Catalogus RerumMusicarum pro choro figurato Ec- clesiae S. Petrensis 1822.Tomus Imus verfasste.Nach 1824, als er von derVerwaltung des sankt-petrischen Musikchores zurücktrat, verfasste er in neunBänden 152Hochradner:MatthiasSiegmundBiechteler,Teil II,S. 121f. u. 226. 259
zurück zum  Buch Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult"
Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Musik am Dom zu Salzburg