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6.4 Kopisten
Schreiber 317: war in der 2.Hälfte des 18. Jahr-
hunderts tätig undhat offenbar nie für die Salzburger
Kathedralmusik geschrieben.Die von ihmangefertig-
ten, imDommusikarchiv erhaltenen 27Handschriften
zeichnen sich gegenüber denMaterialien derDommu-
sik durchgehenddurchminderePapierqualität und ei-
newenigrepräsentativeAusführungaus.DerKernder
von ihmkopiertenKompositionen ist häufig in einer
einzigenStimmenotiert, ausderanscheinendmehrere
Musiker ihre Parts ausführten.Diese imAllgemeinen
nicht näher bezeichnete, gelegentlich aber auchmit
„Vox Cantans“ überschriebene Stimme enthält auf
einem ersten System die (mitunter nur sporadisch
zweistimmig notierten)Vokalparts in Sopranlage so-
wie in einem zweiten System einen beziffertenBass.
Schriftprobe→S. 304.
Mit einigerRegelmäßigkeit sind in dieser Stimme
auchSolo-undTuttipassagenausgewiesen.Dazukom-
men öfters zwei Violin- und/oder zwei Clarin- oder
Hornstimmen, gelegentlich auchPauken, niemals je-
doch ein Streichbass. Der größte Teil derWerke ist
anonymüberliefert, einigewenige tragendieAutoran-
gabe „Lipp“. EineReihe vonKompositionen, die sich
alsWerkeM.Haydnsermitteln ließen, liegen indiesen
MaterialienalsBearbeitung fürdie genanntenAuffüh-
rungskräfte vor. Gleiches gilt für EberlinsRequiem
in c-Moll, das in der Sammlung außer in demvonder
Dommusik verwendetenMaterial (A 228) ebenfalls
in der beschriebenenBearbeitung in derHandschrift
F. I. Lipps vorliegt (A 1521), zu der Schreiber 317
zweiViolinstimmenbeigesteuert hat.
Schreiber 318: →Reischl (S. 268).
Schreiber 319, 320: 2.H. 18.Jh./um 1800, ge-
meinsammit J.N.Rainprechter, daher ev. vonSt.Pe-
ter.
Schreiber 321, 322, 324–328: 2.H. 18.Jh./um
1800, jeweils wenige Einzelstimmen,meist imUmfeld
Gattis.
Schreiber 329: 1.H. 19.Jh., ist mit 22 Stimmen
zu 7 Signaturen imBestand überliefert. Er benutzte
wiederholtPapiermitdemWasserzeichen177, fürdas
imGesamtbestand in zwei FällenDatierungen (1837
und 1839) vorliegen. Schreiber330: 2.V.18.Jh.,EinzelstimmeinA762
(1728 oder später).
Schreiber331u.332: 1.H.18.Jh.,wohlnichtaus
Salzburg, beide nur inA 818.
Schreiber 333: 2.H. 18.Jh., EinzelstimmeA1008.
Schreiber 334: 1.H. 19.Jh., inA 1057a.
Schreiber 336: 1.H. 18.Jh., A 1067b, gemeinsam
mitRott.
Schreiber 337: 2.H. 17. Jh., inA 1071a, gemein-
sammit Schr. 111.
Schreiber 338: → Schr. 173 (S. 275).
Schreiber 339: →Hochreiter (S. 263).
Schreiber 340, 341: 1.H. 19.Jh., Einzelstimmen.
Schreiber 342: 2.H. 18.Jh., Hauptschreiber der
beiden umfangreichen Bass-Stimmbücher A 1119c
undA 1602, daher nominell mit einer großen Zahl
vonAbschriften in der Sammlung vertreten.
Schreiber343: um1800,Salzburg,aberwohlnicht
derDommusik nahestehend,A 1166.
Schreiber 344: um1800, inA 1165.
Schreiber 345 u. 346: Wien?, 4. V. 18./1.V.
19.Jh., A 1176.
Schreiber 347: 19. Jh., inA 1177.
Schreiber 348: um1900, inA 1189 (19.6.1894).
Schreiber 349: Mannheim?, 2.H. 18.Jh.?, in
A 1199 u.A 1200 auf in Salzburg ungebräuchlichem
Papier.
Schreiber 350: 1.H. 19.Jh., inA 1201.
Schreiber351–353: M.19.Jh.,UmfeldDeisböck?,
A 1210.
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Musik am Dom zu Salzburg
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
- Titel
- Musik am Dom zu Salzburg
- Untertitel
- Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
- Autoren
- Eva Neumayr
- Lars E. Laubhold
- Ernst Hintermaier
- Verlag
- Hollitzer Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2018
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-99012-540-0
- Abmessungen
- 21.0 x 30.2 cm
- Seiten
- 432
- Kategorie
- Kunst und Kultur