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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Seite - 326 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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7 Der SalzburgerDomalsAusgangspunkt derVerbreitungmusikalischerQuellen Hornstimme für einRondo bestehendeKonvolutMu- sica instrumentale / dell Ab’ Luigi Gatti (I-OS,Mss. Mus.B2104), die leider keinemanderenStimmensatz zugeordnetwerden konnten. WährendBenediktHacker nur als Schreiber eines Umschlagtitels56 vorkommt, stehen dieBeiträge von Felix Hofstätter zu dieser Sammlung alle mit der frühenRezeption von JosephHaydns Schöpfung in Salzburg imZusammenhang. Nach den erstenAufführungen desWerks inWien 1798 und 1799 undderPublikation derPartitur im Februar 1800waren sehr baldKlavierauszüge inmeh- rerenVerlagen erschienen, darunterArtaria (S.Neu- komm) und Breitkopf & Härtel (A. E. Müller). In derBibliotecamusicale ‚G.Greggiati‘ hingegenhaben sich drei handschriftlicheKlavierauszüge desWerkes in italienischer Sprache erhalten. 1. „LaCreazione /Musica / del / Sigr Giuseppe Haydn /Addattata al Cembalo / colla /Tradu- zione Italiana del /Drama / di L[uigi] G[atti]“ / [v.Greggiati:] „Proprieta diG.B.G[reggiati]“ (I-OS,Mss.Mus. B 1502) 2. [Hofstätter:] „La Creazione / Musica / dell’ / Excellente Dottor in Musica Sig:r Giuseppe / Haydn, addattata al Cembalo con laTraduzione italiana /Di [korr. in:] DaL[uigi] G[atti] /Mae- stro diCapella di Salisburgo. / [Greggiati:] [. . . ]“ (I-OS,Mss.Mus. B 78) 3. [Hofstätter:] „La Creazione / [Greggiati:] Ora- torio di GiuseppeHaydn, J.M. Haydn. | [Hof- stätter:] Parte Prima / [Greggiati:]Mantova, 10 giugno 1851. Questa riduzione per Canto con accompagnamento di Cembalo, come anche la traduzionedel testo tedesco in italiano, credoche siano lavoro dell’Abate LuigiGattimantovano, giàMaestro diCappella in Salisburgo. Sacerdote GiuseppeGreggiati.“ (I-OS,Mss.Mus. B 79) Allen dreien ist die italienische Übersetzung der SchöpfungdesveronesischenImprovisatorsPietroSco- 56I-OS,Mss.Mus.B2113: „Rec:vo edAria. / al dolce in canto. / a / II. Violini. / II. Flauti. / II. Corni. /Viola eBasso. / Del Sig:rAbb:te LuigiGatti.M:o diCapella / a Salisburgo. [Greggiati?:] Autografo“. tes57 zuGrunde gelegt58, die 1800 bei FranzXaver Duyle publiziert wordenwar.DieseÜbersetzung ent- stand vermutlich inVerbindungmit den ersten Salz- burgerAufführungen desWerkes und ist FranzXaver Altgraf von Salm-Reifferschidt-Krautheim, demBi- schof vonGurk59, gewidmet.60 Während der Schreiber des erstenKlavierauszugs (I-OS,Mss.Mus.B1502)unbekannt ist, istderKopist der beiden anderen (I-OS,Mss.Mus. B 78 und I-OS, MusB 79) FelixHofstätter. I-OS,Mss.Mus. B 1502 stimmtmit I-OS,Mss.Mus.B78weitgehendüberein, auchdahingehend, dass auf demTitelblatt LuigiGat- ti alsUrheberdesKlavierauszugsgenanntwird.61Das ist insofern bemerkenswert, als zumindest auf Letzte- remdie Zuschreibung von derHandFelixHofstätters stammt, der in dieserHinsicht – als Zeitgenosse und KollegeGattis – ein ausgezeichneterGewährsmann ist. I-OS,Mss.Mus.B79 zeigt eine vereinfachteVers- ion desKlavierparts, als derenAutor durchaus auch FelixHofstätter inBetracht zu ziehen ist,war er doch alsTenor,Geiger undViolaspieler in derHofkapelle aktiv. Sowohl seinemusikalischen als auch seine pia- 57Vgl.Böttiger, CarlAugust: „Der veronesische Improvi- sator Scotes“, in: Journal des Luxus und derModen, 17, Juli 1802, S. 463–465; [unbek. Autor]: „Der Veronesische Improvisator Scotes“, 1. Gotha, 1. Juli 1802, S. 463–465. 2. BadLiebenstein, 15. Juli 1802, S. 465–466, in: Journal des Luxus und derModen, 17, August 1802; [unbek. Au- tor]: „Badechronik. Scene aus demCarlsbad imJahr 1802, in einemBriefe“, in: Journal des Luxus und der Moden, 17,November 1802, S. 620–628; [unbek.Autor]: „Theater. 2. Dresdner Theater. Den 1. Dec. 1802“, in: Journal des Luxus und der Moden, 18, Januar 1803, S. 41: „Für die italienischeOper giebt es jetzt keinen bestimmt engagirten Operndichter. Jederwird einzeln bezahlt. Viele, dieHerrn Scote’sTalent, der sich seit demHerbste hier aufhielt, ganz zu schätzenwissen, wünschten ihm für unsre italienische Operndichtung ein festes Engagement.“ 58LaCreazione.Tradotta dall’OriginaleTedesco daPietro Sco- tes. Salisburgo, 1800.Coi tipi di FrancescoXaverioDuyle. Archiv der Erzdiözese Salzburg (AES), 10/153. Pietro Sco- tes hatte 1802 großenErfolg inKarlsbad,Gotha, Leipzig undLiebenau,wie einigeArtikel über ihn im Journal des Luxus und derModen zeigen. Er starb 1807. 59Gatz, Erwin (Hrsg.):DieBischöfe der deutschsprachigen Länder. 1785/1803–1945. Ein biographisches Lexikon, Ber- lin:Duncker&Humblot 1983, S. 643–645. 60In Salzburg war die Schöpfung am 18. August 1800 zum erstenMal gegebenworden.Es folgtenAufführungenam22. und 29.August 1800 und eineDarbietung in französischer Sprache imMärz 1801. Sowohl LuigiGatti als auch Johann Michael Haydn sowieKonzertmeister Franz dePaulaOtter (1760–1836) hatten an diesenAufführungenmaßgeblichen Anteil. Vgl.Laubhold/Neumayr: „...WasmeinBruder in seinenChören“. 61„[...] addattata alCembalo con la /Traduzione italiana / DaL[uigi] G[atti]“. Für eineBesprechung aller dreiQuellen sieheLattanzi:Catalogo tematico, Bd. 1.6. 326
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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