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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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7 Der SalzburgerDomalsAusgangspunkt derVerbreitungmusikalischerQuellen Weitere Quellen Salzburger Provenienz, die sich inEinsiedeln befinden, u.a. SalzburgerAbschriften vonWerken von JohannErnstEberlin,AntonCaje- tanAdlgasser, Giuseppe Lolli und JosephMeissner unddieAbschriften von 29Gradualien vonMichael Haydn, entstammennicht denBeständen desDom- musikarchivs. Sie dürften über dieBenediktinerabtei Weingarten, die 1802 säkularisiertwurde undderen musikalischeBestände 1824 angekauftwurden, nach Einsiedeln gelangt sein.86 7.4 DieBibliothek des Salzburg Museums Das Museum wurde 1834 von Vinzenz Maria Süß gegründet undwar zunächst imStädtischenArsenal untergebracht. Ab 1836 wurde es als „Städtisches Museum“bezeichnet, dessen Sammlungen zunächst ausnahmslos aus Schenkungen von Salzburger Bür- gern und Institutionen aufgebautwurden.Nachdem 1848 die in Salzburg lebendeWitweKaiser Franz I., KarolineAuguste, die Patronanz übernommenhatte, wurde die Institution ihr zuEhrenMuseumCarolino- Augusteum genannt. Seit 2007wird dasMuseumals „SalzburgMuseum“bezeichnet. In denBeständender Sammlungfinden sichmehre- re primäreQuellen zuWerken JohannErnstEberlins von der Hand Johann Jakob Rotts, aber auch ein OffertoriumLuigiGattis, die zweifellos aus denBe- ständen derDommusik stammen. Sie sind nicht nur in den blauen, vonFuetsch beschriftetenUmschlägen aufbewahrt und von Schreibernwie J. J. Rott, J. R. Estlinger kopiertworden; drei davon tragen überdies denBesitzvermerk derDomkustodie („D:C:“). Ver- mutlich kam es zwischen 1835 und 1870 zumehreren Schenkungen aus denBeständen derDommusik an die Bibliothek desMuseums, denn imKatalog der Bestände desMuseums von 1870 sind die fraglichen Werkebereitsverzeichnet.DieWerkeEberlinsdürften gemeinsam verschenkt worden sein, denn in einem Band desCatalogus „Fuetsch“ findet sich bei allen 86FüreinegenaueBesprechungdiesesKulturtransfersvgl.Neu- mayr/Laubhold: „DieQuellen der SalzburgerDommusik“, S. 169–186. sie betreffendenEinträgen derBleistiftvermerk „Mu- seum“87. ZweiweitereQuellen, einAutograph und eineAb- schrift von Johann JakobFreystädtler, kommenmit hoherWahrscheinlichkeit aus demBestandder Stadt- pfarrmusikanten.Auch eineDeutscheLitanei vonAn- dreasBrunnmayr in derAbschrift von J.B.Weindl dürfte diesem Bestand zuzurechnen sein (Hs 29), für andereMusikalien kann das nur vermutet wer- den. Eine „Jubel-Cantilene / dargebracht / von dem Domchor-Personale am 15. Febr. 1841, / als / der Hochwürdige Herr / Joh. Nep. Hiernle88 / seinen 50ten Jahrestag des Eintrittes in hiesigenDomchor / feyerte. /Gedicht vomChorvikar JohannNep. Lau- rent./InMusikgesetztvonDomchoralisten/Leopold Deisboeckm. p.“ (Hs 1856) steht zwar in Zusammen- hangmit derMusik amDom und ist deshalb hier aufgeführt, stammt aber eher nicht aus demArchiv derDommusik. 87Catalogus „Fuetsch“, S. 45, 49, 53, 56, 57. 88Domchorvikar, Ziehvater JosephMohrs, des Textdichters von „StilleNacht!HeiligeNacht!“. 336
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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