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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Seite - 342 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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Personenverzeichnis Pietro6 sowie alsKapellmeister amDom7 tätig. Im Dommusikarchiv kommt er als Komponist zweier Miserere und einesTantum ergo vor. Die Stücke sind Teil einer Sammlung loserBlätterwohl italienischer Herkunft, auf denen 39 kleineKirchenwerke diverser (meist anonymer) Autoren in Partiturnotierung überliefert sind. Das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstandeneKonvolut (A1344) stammt aus demBesitz eines „Sig[no]reAnt[oni]oBoni“; wie es in die Sammlung gelangte, konnte nicht ermittelt werden. Berg,Karl (1908–1997),Kapellknabe,Nachweise 1920–1923, identisch mit dem späteren Salzburger Erzbischof, der sich an seine Zeit als Kapellknabe gerne erinnerte.8 Bernardi,Stefano (1577–1637),angesehenerober- italienischer Komponist des Frühbarock, der unter Paris Lodronmaßgeblich das SalzburgerMusikleben von 1627 bis 1637 beeinflusste; Besuch der Accoli- tenschule inVerona unter IppolitoBaccusi;Mitglied der dortigenAccademia Filarmonica, derenKapell- meisteramt er 1602 übernahm; 1607 bis 1611 Studi- en inRom; 1611Domkapellmeister zuVerona; 1622 bis 1624Kapellmeister von ErzherzogKarl Joseph, Bischof von Brixen und Breslau; 1627 in Salzburg nachweisbar, wo er alsMagister cappellae einePfrün- de in der hochdotierten Schneeherrenstiftung erhielt; 1628 leitete er imRahmenderDomweihfeierlichkeiten dieMusik; 1632 empfing er die Priesterweihe; 1634 ließ er sich sein Stiftungskapital aus demSchneeher- renfonds rückerstatten und kehrte vermutlich damals nachVerona zurück; im gleichen Jahr veröffentlichte GeorgKürnerBernardisEncomia sacra als erste in Salzburg erschieneneNotenpublikation.9 SeineWer- ke (v.a.Responsorien,Magnificat-Vertonungen und 6Hermann-Schneider, Hildegard: Musik in Ti- rol. Grundzüge ihrer Geschichte von der Zeit Kaiser Maximilians bis zum Ende der k. und k. Monarchie. III/5: Musiktheater, 08.06.2002 〈URL: http://musikgeschichten.musikland-tirol.at/content/ musikintirol/musikderbuerger/musiktheater.html〉 – Zugriff am10.04.2013. 7Ebd. 8Vgl. sein Grußwort inHintermaier, Ernst (Schriftlei- tung) (Hrsg.):Die großeOrgel im SalzburgerDom. Fest- schrift zurWeihe der neuen großen Orgel im Salzburger Dom 1988, Salzburg: Konsistorialarchiv Salzburg [1988], S. 3. 9Hintermaier:Katalog (1992), S. 177;RISMB2060. Messordinarien) sind imDommusikarchiv in großer Zahl inAbschriftenüberwiegendausder erstenHälfte des18.Jahrhundertsüberliefert.Dabeihandelt es sich umStimmensätze (oderTeiledavon), die alsAbschrif- ten ausSalzburgerChorbücherndes 17. Jahrhunderts einenWandel der Aufführungspraxis bei gleichblei- bendemRepertoire dokumentieren.Wie an noch im 19. Jahrhundert hinzugefügten Einzelstimmen und zahlreichen Aufführungsvermerken erkennbar wird, sind einige dieserMaterialien bismindestens ins erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts imGebrauch geblie- ben.Die ältesten der vonBernardisKompositionen überliefertenMaterialienderReiheA, eineSammlung von sechsMessen und einemRequiem in einerEinzel- stimme für „BassoContinuoProCapella“ (A 1016), stammt von dem 1622 bis 1636 in Salzburg tätigen KopistenGeorgMoser, der in dieser Zeit auch einen Großteil derChorbücher anfertigte. Bertali, Antonio (März 1605–17.04.1669), begab sich nach einer ersten, 1624 erhaltenen Anstellung als Violinist an derAccademia Filarmonica seiner Geburtsstadt Verona noch im gleichen Jahr in die Dienste desWiener Kaiserhofs, wo er als Violinist und ab den 1630er-Jahren alsKomponist tätigwar. 1649wurde er zumHofkapellmeister ernannt, 1654 in denAdelsstand erhoben.10DasDommusikarchiv enthältAbschriften dreierOffertorienBertalis, deren Entstehung ins letzte Drittel des 17. Jahrhunderts zurückreichen könnte und die damit zum ältesten Teil der Sammlung zählen.Während Joachim Joseph Fuetsch (wohl aus archivarischem Interesse) die drei Werke noch als Nachträge im ältesten Bestandska- talog verzeichnet hatte11, wurden sie 1822 bei der Neuschrift desKatalogs nichtmehr berücksichtigt. Biber von Bibern, Heinrich Ignaz Franz (1644,Wartenberg in Böhmen–1704, Salzburg), be- deutender Instrumental- undVokalkomponist sowie Violinvirtuose desHochbarock;während einerDienst- reise imAuftrag des Olmützer Bischofs und vorhe- rigen Salzburger Domdechants Karl Liechtenstein- KastelkornzuJakobStainernachAbsamnutzteBiber dieGelegenheit, in SalzburgerDienste zu treten; er fand inFürsterzbischofMaxGandolph einen großen 10MGG2, Personenteil, Bd. 2, Sp. 1430f. 11Catalogus „Gatti“, 10/3–5. 342
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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