Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Seite - 346 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 346 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

Bild der Seite - 346 -

Bild der Seite - 346 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

Text der Seite - 346 -

Personenverzeichnis Cröner, Franz Carl Thomas (um 1724–1787), kamaus einerMusikerfamilie und hatte vier Brüder, die ebenfalls denMusikerberuf ergriffen haben, unter denen er aber der profilierteste Komponist war. Er ist ab 1737 als Accessist imMüncher Hoforchester belegt und begab sich danach auf eine Italienreise. 1748wurde er als „wirklicherHofmusikus“, 1759 als Hofkompositeur in der Münchner Hofmusikkapelle angestellt.33 Danzi, Franz (1736–1826), stammte aus einer MannheimerMusikerfamilie, aus der zahlreiche be- rühmteMusiker undMusikerinnen hervorgingen, so seinVater InnozenzDanzi, einCellist, wie auch sei- ne Schwester, die berühmte Primadonna Franziska Danzi-Lebrun.ErselbstheirateteeineSchülerinMaria AnnaundLeopoldMozarts,dienachmaligePrimadon- naderMünchnerHofoperMargaretheMarchand,und wurde nach ihremTodHofkapellmeister in Stuttgart. AlsKomponist erfolgreich, schuf er zahlreicheOpern, Sinfonien undKammermusik. Seiner Kirchenmusik wird ein „inniger, wenngleich nicht immer kirchlicher Ton“ bescheinigt.34 Deichel, JosephChristoph (1695–1753),war zu- nächst Schüler von Johann Joseph Fux und dann Geiger undHofmusiker in Eichstätt.35 ImDommu- sikarchiv sind eine Sammlung von Vesperpsalmen und eineMesse vonDeichel in nicht-salzburgischen Abschriften erhalten. Denis, Michael (1729–1800), ist vor allem als Dichter undÜbersetzer vonKirchenliedern bekannt: SeineGesängewie dasAdventslied „Tauet,Himmel, denGerechten“ oder das vonMichaelHaydnvertonte „Hier liegtvorDeinerMajestät“sindnochheute inGe- brauch.ZunächstalsLehrerundBibliothekar,ab1784 an derWienerHofbibliothek tätig, wird er schließlich 1791 zu deren Direktor ernannt. In seinenWerken setzt er zunächst die höfisch-dynastisch-patriotische Panegyrik desBarocks fort undwird zumHauptver- treter der Empfindsamkeit in Österreich und zum 33MGG2, Personenteil, Bd. 5, Sp. 126–127. 34[Art.:] „Franz Danzi“, in: Allgemeine Deutsche Biographie (1876), [Onlinefassung], 〈URL: http: //www.deutsche-biographie.de/index.html〉 – Zugriff am25.02.2014. 35MGG2, Personenteil, Bd. 5, Sp. 696. Vorläufer derWienerRomantik. 1768/69übersetzt er als Erster die inEuropa gefeiertenOssian-Gesänge, die sich später als Fälschung herausstellen, undmit seinen reimlosenGedichten der SammlungLieder Si- neds desBarden trägt er 1772 selbst zur europäischen Bardendichtung bei.36 Donati, Ignazio (um1575–1638),oberitalienischer Komponist; die große Zahl seiner gedrucktenWerke bezeugt hohesAnsehen in seiner Zeit; zu seinenWir- kungsstätten zähltenUrbino,Ferrara,Lodi,Cremona, Novara,Mailand undPesaro; zu Salzburg sind keine direkten Beziehungen nachweisbar. Mehrere seiner Messen sind in den vonGeorgMoser geschriebenen Salzburger Chorbüchern W.b.V. und W.b.VII. in- grossiert und wurden später zum Teil in Stimmen ausgeschrieben.Die ältesten erhaltenen Stimmenab- schriftenvonJ.B.Hochreiter (A1252)undJ. J.Rott (A 1339) entstanden etwa zwischen 1720 und 1735, die jüngste von B. Hacker (A 1119b) könnte noch nach 1800 entstanden sein undbelegt jedenfalls die Langlebigkeit der SalzburgerDonati-Rezeption. Drexel, Johann Chrysostomus (1758–1801), studierte von 1786 bis 1788Komposition bei Johann MichaelHaydn in Salzburg.Dieser empfahl ihmauf- grund seines Talents, in Italienweiter zu studieren, was aber vomAugsburger Domkapitel nicht geneh- migtwurde. In der Folgewurde er zunächstViolinist, dannMusikdirektor und schließlichDomkapellmeis- ter in Augsburg. ImDommusikarchiv hat sich eine Litanei erhalten (A225), die auchnoch inder zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts inGebrauchwar.37 Dreyer, JohannMelchior (1747–1824), war zu- nächstLehrer,dannChorregent,KantorundOrganist in Ellwangen (Baden-Württemberg). Seine kirchen- musikalischenWerke wurden vomVerlag Lotter in Augsburg gedruckt und fanden weite Verbreitung. Auch in Salzburg haben sich einigeAbschriften sei- nerWerke erhalten, die allerdings zu einem großen Teil nicht aus demBestand der Hofmusik, sondern 36Czoik, Peter: [Art.:] „Michael Denis“, in: Literaturpor- tal Bayern, 〈URL: http://www.literaturportal-bayern.de/ autorenlexikon?task=lpbauthor.default&pnd=116071532〉 – Zugriff am16.05.2014. 37MGG2, Personenteil, Bd. 5, Sp. 1415f. 346
zurück zum  Buch Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult"
Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Musik am Dom zu Salzburg