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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Seite - 355 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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als identischmit Ivanschiz angenommenwerden.105 In jüngeren Studien wird sein Todesjahr mit 1758 angenommen.106 Seine musikalische Laufbahn ist weitgehend un- erforscht, er gilt als Autor von ca. 100 bekannten Kompositionen, die ihn „als einenwichtigenVorläu- fer des klassischen Stils inÖsterreich“ ausweisen.107 In der SammlungDommusikarchiv ist er mit einer im süddeutsch-österreichischen undbis in den unga- rischenRaumvielfach überliefertenMesse (A 1313) vertreten. Die ihm zugeschriebene Autorschaft der SonateA849 ist hingegen nur unzureichend abgesi- chert. Jetzt, Anton (18. Jh.), war Schüler JohannErnst Eberlins und späterOrganist inHallein.108ZweiMes- sen, die vermutlich demRepertoire der Stadtpfarrmu- sikanten zuzuordnen sind, zeugen von seinen kompo- sitorischenAktivitäten. Kallaus, Ferdinand (1765–1821), warMusikpro- fessor amGymnasium inPassau und veröffentlichte 1804 eine deutscheMesse, die auch in der Sammlung Dommusikarchiv zu finden ist. Keller,Max (1770–1855), war Singknabe und von 1788 bis 1799 Organist in Seeon. In dieser Zeit er- hielt erKompositionsunterricht vonMichaelHaydn. 1799 wurde er Organist in Burghausen, ab 1801 in Altötting. Anfang des 19. Jahrhundertswar erGeorg NikolausNissenbei derMaterialsammlung für dessen Mozart-Biographie behilflich.109 ImDommusikarchiv sind von ihm eineMesse, vier Litaneien, zwei „Ave Maria“- und zehnTantum ergo-Kompositionen über- liefert. Keller, Sigismund (1803–1882)→ S. 265 Kerll, JohannCaspar (1627–1693),war nach sei- nerAusbildung beiG.Carissimi inRomzunächst in Brüssel, ab 1656 amMünchnerHof tätig. Zunächst 105MGG2, Personenteil, Bd. 9, Sp. 726. 106Jochymczyk,Maciej: „SacredMusicbyAmandus Ivanschiz: Attributions and Variants of Extant Compositions“, in: Interdisciplinary Studies inMusicology, 11 (2012), S. 251– 264, hier: S. 253. 107Ebd. 108MGG2, Personenteil, Bd. 6, Sp. 25. 109Croll/Vössing: JohannMichael Haydn, S. 121. Vizekapellmeister, dannHofkapellmeister, verließ er aufgrund einer Intrige 1674München und ging nach Wien, wo ermöglicherweise zunächst an St. Stephan, baldaber auchamKaiserhofwirkte. SeineVerbindun- gen zumkurfürstlichenHof inMünchen, demer auch in seinerWiener Zeit wiederholt seine Aufwartung machte, bliebenallerdingsbestehen.Nachdemer1692 seinAmt alsWiener Hoforganist aufgegeben hatte, ließ er sichwieder inMünchen nieder und starb dort imdarauffolgenden Jahr. ImDommusikarchiv haben sich sechs seinerMotetten inAbschriften vomEnde des 17. oderAnfangdes 18. Jahrhunderts erhalten.110 Kliebenschädl,JohannJosef (1811–1871),Fran- ziskaner derTirolerOrdensprovinz, war gegenEnde seines LebensDomchorvikar in Salzburg. Seine zahl- reichenKompositionen sind vor allem in denFranzis- kanerklöstern verbreitet. ImDommusikarchiv haben sich von ihm eineDeutscheMesse (A 1704), einTe Deum (A1682) und ein „Vater unser“ (A1666) erhal- ten. Kracher, Andreas (1799–nach 1855), Sohn Jo- sephMatthiasKrachers, war ab 1815 zunächstHilfs- lehrer inWerfenweng, ab 1820Gehilfe seines als Leh- rer inKuchl tätigenVaters, 1821 Schulprovisor eben- da sowie ab 1823 auchOrganist, 1832 alsNachfolger seinesVaters als Lehrer definitiv gestellt.111Dass er noch 1855mit FranzXaverGruber inHallein inVer- bindungstand, lässt sichanhandvondessenTagebuch nachweisen.112 Kracher, Joseph Matthias (30.01.1752– 26.03.1835)113, gebürtig aus Mattighofen, erhielt erstenUnterricht von einem Schullehrer in Lochen, kammit neun Jahren als Diskantist in dasKloster Fürstenzell, zwei Jahre später alsAltist ins Jesuiten- seminar in Landshut unddanach nach St.Nikola in Passau.Während seiner Schulzeit lernte er Violine undKlavier. 1765 kehrte er alsKantor nachLochen 110MGG2, Personenteil, Bd. 10, Sp. 29–44. 111Behacker:Volksschulen (1912), S. 24 u. 68. 112KeltenmuseumHallein, StilleNachtArchiv. 113Hintermaier, Ernst: „Musik undMusikpflege in Seekir- chen“, in: Elisabeth und Heinz Dopsch (Hrsg.): 1300 Jahre Seekirchen.Geschichte undKultur einer Salzburger Marktgemeinde, Seekirchen/Salzburg:Marktgemeinde See- kirchen amWallersee 1996, S. 470–484 u. 945–950 (Anm.), hier: S. 474–476. 355
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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