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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
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Michael Hochmuth 168 Während sich Musik- und Theateraufführungen in Pillnitz bis 1763 auf die gelegent- liche Anwesenheit des Hofes insbesondere bei größeren Festlichkeiten konzentrierten, wofür mitunter auch zusätzliche Interimsbühnen im Schlossgarten errichtet wurden (z.  B. für Glucks Le nozze d’Ercole e d’Ebe 1747), nutzten die sächsischen Kurfürsten (ab 1806 sächsische Könige  – von Napoleons Gnaden) das Schloss ab 1765 bis zum Thronverzicht 1918 regelmäßig als Sommerresidenz. Neben Liebhaberaufführungen der musikalisch hochgebildeten und umtriebigen Kurfürstenfamilie, die vermutlich im ehemaligen Ringrennhaus (s.  u.) stattfanden, bespielte von 1774 bis 1812 die vom Hof subventionierte italienische Oper unter Beteiligung der Hofkapelle das Logen- haustheater mit Opere buffe vor dem Hofkreis mit Öffnung für Besucher. Dabei kamen insgesamt 118 Werke von 42 Komponisten in 240 Vorstellungen  – also durchschnittlich sechs pro Sommersaison  – zur Aufführung. Bevorzugte Komponisten waren Domenico Cimarosa (45 Vorst.), Ferdinando Paër (22), Antonio Salieri (13), Giovanni Paisiello (13) und Pasquale Anfossi (13). Nach einer Unterbrechung im Zuge der Napoleonischen Kriege und der Gefangenschaft des sächsischen Königs setzte 1817 der Sommerspiel- betrieb in Pillnitz  – getragen von den inzwischen gegründeten Königlich Sächsischen Hoftheatern, nur noch als geschlossene Veranstaltungen vor dem Hofkreis stattfindend d und nunmehr auch deutsche Opern und Schauspielaufführungen enthaltend  – wieder ein, so dass Carl Maria von Weber in seinem ersten Amtsjahr noch zwei Aufführun- gen im Pillnitzer Logenhaustheater leitete, bevor das Theater dem Schlossbrand zum Opfer  fiel. Abbildung  7.  Ansicht des Logenhauses von NO (Hofseite) mit Schnitt im Bereich des Opernhauses. Achse, die nach dem Aufriss in Fischers Zeichnung zum Opernhaus gehört, dem Grund- riss nach jedoch nicht hinzu- gerechnet werden kann »Schauspieler- logen«Durchfahrt (»Tor zum Ballonplatz«) Außentreppe HauptesseLogen in zwei Halbgeschossen »Des Brauers Getreideboden« »Der offene Boden bis ins Dach« »Opernhauß Boden« Opernhaus
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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