Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
Seite - 188 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 188 - in Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur

Bild der Seite - 188 -

Bild der Seite - 188 - in Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur

Text der Seite - 188 -

Ronald Clark 188 Balustrade der Kleinen Kaskade und der Figurenschmuck auf den Rängen sowie den Brüstungen des halbrunden Abschlusses des Amphitheaters.10 Insgesamt ist die Höhengliederung der Elemente der unteren Ebene wie Wegebeläge, Einfassungen, Mauern, Ränge, Treppen noch weitgehend in der Raumwirkung erhal- ten. Vor allem in der »mittleren« und »oberen Ebene« hat es jedoch bei den Einfas- sungshecken, Heckenkabinetten, Heckenkulissen sowie dem Inneren Baumrahmen wesentliche Veränderungen gegeben. So sind die Hecken heute weitgehend auf einem Standardmaß von rund 3 Meter Höhe vereinheitlicht. Analyse der Veränderungen im Theaterboskett Die ursprünglich vorhandenen baulichen und vegetativen Elemente des Theaterbos- ketts zeigen eine in dem Bauzustand um 1705 enthaltene, feinsinnig aufeinander abge- stimmte, räumliche Gestaltung mit Höhengliederung in mehreren Ebenen. Durch die oben beschriebenen Veränderungen, besonders des 20.  Jahrhunderts, sind wesentliche Raumwirkungen, besonders im Theaterparterre und Amphitheater sowie in den äuße- ren Einfassungen und den inneren Räumen des Königsbuschs verloren gegangen und heute nicht mehr erlebbar. Veränderungen vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts Während und nach der Zeit der Abwesenheit des Hofes hat es im Theaterboskett, wie in den übrigen öffentlich zugänglichen Gartenbereichen, Vereinfachungen vor allem in den vegetativen Elementen und in der Ausgestaltung gegeben.11 Die Binnengliederung der Heckenkabinette und die Kanten ihrer Einfassungshecken wurden auf dem Büh- nenplateau teilweise vereinfacht. Im Königsbusch wurde die Binnengliederung ganz aufgegeben und zugunsten von Anzuchtflächen bzw. später als Spielflächen innerhalb des Privatgartens der Königsfamilie genutzt. Die baulichen Elemente und Ausstattun- gen des Theaterbosketts wurden stets instand gehalten. So erfolgte eine Sanierung der Mauern und beschädigte Figuren wurden regelmäßig repariert. Bis 1805 waren noch alle vergoldeten Bleifiguren vorhanden. In den nachfolgenden Jahren nahm deren An- zahl, vermutlich aufgrund weiterer Beschädigungen, allerdings ab. Regelmäßig wurden Bäume im Theaterboskett durch Neupflanzungen ersetzt, die immer an den ursprünglichen Standorten der alten Bäume erfolgten. Zuletzt tauschte 10 Herrenhäuser Gärten 2009. 11 Palm 2007, S.  31ff.
zurück zum  Buch Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur"
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa