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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
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Dorothea Baumann 274 für feste Theater in Innenräumen in Gebrauch, jedoch selten als reiner Halbkreis.17 Abgesehen von den Problemen wegen der rasch schlechter werden Sicht auf die Guck kastenbühne bei Entfernung von der Mittelachse ergeben sich auch akustische Probleme. Im reinen Halbkreis mit stark ansteigenden Sitzreihen gibt es außer den Deckenreflexionen fast keine den Direktschall verstärkenden Schallreflexionen, denn der von unten an die halbrunde Außenwand gelangende Schall wird im gleichen Winkel nach oben wegreflektiert und erreicht die Hörer nicht. Die Schallkonzent- ration im Mittelpunkt des Halbkreises entsteht im Bereich der Orchestra oder von allenfalls dort sitzenden Hörern nur, wenn die halbrunde Rückwand mindestens einer Sitzreihe frei ist, die tiefer liegt als die Vorbühne oder Bühne. Dass dennoch störende Schallkonzentrationen entstehen können, zeigt das Projekt für ein halbrundes Thea- ter mit 5 Logenrängen und 10 ansteigenden Sitzreihen von 1762 von Vincenzo Ar- naldi (18.  Jh.) (siehe Abb.  1.2 oben): hier läge dieser Brennpunkt zwar über den Köp- fen der Orchestermusiker und Zuhörer, aber die Reflexionen am Halbrund würden die Sänger auf der Bühne als Reflexionen 2. Ordnung, d.  h. nach Auftreffen auf zwei Oberflächen mit störender zeitlicher Verzögerung erreichen. Auch die nach oben über die Decke verlaufenden Reflexionen tragen diese Tendenz zu Schallkonzentrationen weiter. Ob sie günstig oder ungünstig in Erscheinung treten, hängt von der Decken- 17 Zum  Beispiel das Theater im Neuen Palais Potsdam (1766) ist etwas verlängert zum U und das Theater im Schloss Gripsholm (1781) ist ein Dreiviertelkreis mit gewölbter Decke. Abbildung  3.  St.  Petersburg, Hermitage Theater 1783–1787, Blick vom Zuschauerraum zur Bühne.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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