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Licht und Mechanik im Theater des 17. und 18. Jahrhunderts
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wurden sie hochgezogen und bei Tagesszenen wieder herabgelassen. Dies stellte die
erste Helligkeitsregelung der Bühnenbeleuchtung dar; sie erfolgte einfach und indirekt
über das Zuschauerraumlicht.
Die Öllampen, die am wenigsten geeignet, aber die billigsten Lichtquellen waren,
bestanden aus blechernen oder irdenen Gefäßen, die das Öl – meist Pflanzenöl – über
einen Docht aufnahmen. Zuerst wurden Strang- oder Flachdochte verwendet, die we-
nig mit Sauerstoff in Berührung kamen, wodurch eine große Menge des meist schlecht
gereinigten Öles verdampfte, was einen äußerst unangenehmen Geruch erzeugte. Wenn
das Öl nicht nachfließen konnte, schwoll der Docht sehr stark an. Um eine größere
Abbildung 1.
Grönnegade Theater, Kopenhagen, um 1772. Ein Lichtputzer kürzt die
Dochte der Rampenlichter.
Abbildung 2. Soffitte mit Kerzen auf einer
Holzlatte, die zum Anleuchten der Dekora-
tionen diente.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Hof – Oper – Architektur
- Titel
- Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
- Untertitel
- Hof – Oper – Architektur
- Autoren
- Margret Scharrer
- Heiko Laß
- Herausgeber
- Matthias Müller
- Verlag
- Heidelberg University Publishing
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ISBN
- 978-3-947732-36-4
- Abmessungen
- 19.3 x 26.0 cm
- Seiten
- 618
- Schlagwörter
- Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
- Kategorie
- Kunst und Kultur