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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
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Greta Haenen 424 nicht nur musikalisch ein Kenner –, dass Lambeck Leopold nahelegte1, sie der wissen- schaftlichen Welt zugängig zu machen und sie nach und nach in die Hofbibliothek zu transferieren. Dies geschah wohl auch (gelegentlich merkt man, dass Lambeck un- ten auf der ersten Seite von aus der Privatbibliothek in die Hofbibliothek transferier- ten Büchern »ex augustissimâ bibliothecâ caesareâ vindobonensis« vermerkt). Die von Lambeck erstellten Kataloge der Schlafkammerbibliothek (1666 und 1674)2 verzeichnen kaum Musikalien: Einige wenige (gedruckte) Musikalien und Traktate tauchen aller- dings im Bücherbestand auf, nicht alle sind noch erhalten.3 Unter diesen findet man u.  a. Giorgio Crisanis Asserta musicalia, Otto Gibels Pflanzgarten, Athanasius Kirchers Musurgia Universalis oder Johann Heinrich Schmelzers Concentus. Einen kleinen Be- standteil an religiösen Gesängen gibt es in der Rubrik Theologie. In der viel kleineren Handschriftensammlung sind außerdem noch zwei Positionen mit Musikalien ver- zeichnet: einmal zwei und einmal drei Faszikel, deren Inhalt und Umfang nicht ange- geben werden. Die hier genannten gedruckten Musikalien sowie einige Libretti haben noch die Signatur, die ihnen Lambeck in seinen Katalogen aus den Jahren 1666 und 1674 ge- geben hat, sofern diese erhalten ist. Denn neue Einbände und Restaurierungen haben manche alte Signatur auf immer verschwinden lassen. Die wenigen in den beiden von Lambeck verfassten Katalogen enthaltenen Musikalien4 sowie das Schrifttum über Musik werden der Rubrik Philosophie zugeordnet. Entsprechende Signaturen finden sich u.  a. noch bei Schmelzer (Philosoph. N. 168) und Crisani (Philosoph. N. 77). Nicht verzeichnet wird in Lambecks Katalogen der Schlafkammerbibliothek z.  B. ein Exemplar von Bontempis Paride (heutige Signatur S.A.79. A.29), das von Anfang an in der Hofbibliothek verwahrt wurde und auch den entsprechenden Einband erhielt mit dem Stempel E.A.B.C.V. (»Ex  Augustissima Bibliotheca Cesarea Vindobonensis«), dem kaiserlichen Adler (mit Vermerk L1) und dem Aufdruck 1.6.P.L.B.7.3., d.  h. die Initialen des Bibliothekars und die Jahreszahl der Einarbeitung. In den Rechnungs- büchern des Bibliothekars wird dies unter dem 19.  April 1673 mit dem Eintrag: »Il 1 Siehe dazu u.  a. seine Audienz-Memoralien et adversaria ad res bibliothecae palatinae Vindobonensis, A-Wn Cod. 8011 Han (passim), sowie ferner Gmeiner 1994. 2 A-Wn Cod. 12590/Cod. 12591 (1666); Cod. 1292/Cod. 1293 (1674). 3 Die Ordnung nach sechs Wissensgebieten (analog zur Hofbibliothek) schließt »Musik« als solche nicht ein. Leopolds Bibliothek ist geordnet nach libri theologici [loculamentum I–VIII, libri ivridici VIII], libri medici [VI–IX], libri philosophici [X–XIII], libri historici [XIII–XXIV], libri philologici [XXV–XXVI]; ex- tra aufgeführt werden die: libri manuscripti [loculamentum XXVI–XXIX]. 4 Namentlich erwähnt sind nur Arien von Orazio Tarditi (nicht erhalten) und der Sacro-Profanus Concen- tus Musicus von Schmelzer (1662) (Philosoph. N. 168, in der Orgelstimme  [»Orga«], heutige Signatur: A-Wn SA.79.A.22) sowie in der Rubrik »Theologie« u.  a. ein Kaÿserlicher Psalter (1658) (anonym erschie- nen, Text wahrscheinlich von Johann Philipp von Schönborn  [1605–1673], Musik wahrscheinlich von Philipp Friedrich Buchner  [1614–1669]: Theol. N. 83, jetzt A-Wn SA.78.E.19), außerdem fünf ungenannte Konvolute, die gesondert unter »Handschriften« behandelt werden und keiner der oben erwähnten Kategorien zugeordnet sind.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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