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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
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Greta Haenen 426 Libretti befinden, ist bis heute unbeachtet geblieben. Gerade im eben genannten Fall zeigt dies, dass die Bibliothek deutlich umfangreicher gewesen sein dürfte (bis jetzt sind im loculamentum 11 nur die Lagen 1 bis 8 bekannt bzw. erhalten, mit insgesamt 18 Handschriften). Handschrift und Druck Der Großteil der heute als erhalten geltenden (Musik-)Sammlung ist handschrift- lich (bei einigen Jesuitendramen ist sowohl der Textdruck als auch die Handschrift mit Text und Noten eingebunden, allerdings ist ihre Zugehörigkeit zur Privatbiblio- thek nicht ganz gesichert). In der kaiserlichen Privatbibliothek gab es aber auch ge- druckte Musikalien, die (bis auf eine Ausnahme)10 nicht in den jetzt als »Leopoldina« gekennzeichneten Bestand der ÖNB inkorporiert sind. Der Fund gedruckter Sachen aus der Sammlung dürfte sich als schwierig gestalten: Es geht häufig um Widmungs- exemplare, die außerdem oft später mit neuen Vorsatzblättern neugebunden wurden, sodass die alte Signatur verschwand. Es gab keine gesonderten Bereiche oder Lagen, in denen Drucksachen aufbewahrt wurden. Die Originalkataloge Lambecks aus den Jahren 1666 und 1674 (die noch die ganze Bibliothek, d.  h. vor allem außermusikali- schen Bestände umfassen) unterteilen in Drucke (systematisch geordnet) und Hand- schriften (insgesamt).11 Diese Unterteilung in Druck und Handschrift gibt es in der Musikbibliothek nicht, so befinden sich etwa Schmelzers Sonatae unarum fidium, N.4.N.1. in einer »Lage« mit sowohl gedruckten Musikalien als auch Musikhand- schriften. Ein anderes Beispiel: N.2.N.2. umfasst Handschriften von Remigio Cesti, Il principe generoso, Bernardo Pasquini, Santa Agnese, Carlo Cappellini, La fama illus- trata, und Antonio Giannettini, Eccho ravvivata, sowie Drucke von Legrenzi, Echi di riverenza, und Bonifazio Gratiani, Canto del 4° libro de’Motetti.12 Da es keinen Katalog gibt, der zu Lebzeiten Leopolds verfasst wurde, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wieviel gedruckte Musik ursprünglich vorhanden war. Für unseren Zusammenhang spielen die Drucke allerdings eher eine untergeordnete Rolle, da das dramatische Re- pertoire in dieser Zeit (Ausnahme: Frankreich) in der Regel handschriftlich auf uns gekommen ist. 10 J.H. Schmelzer, Sonatae unarum Fidium, Regensburg 1664; bis jetzt habe ich nur fünf Drucke zweifels- frei als der Schlafkammerbibliothek zugehörig identifizieren können. 11 Lambeck 1666; Lambeck 1674. 12 Heutige Signaturen: resp. Mus.  Hs.  17.199, 18.665, 16.283, 17.719, S.A.77.D.46 und S.A. 76.B.24.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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