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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
Seite - 433 -
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Die (dramatische Musik in der) Schlafkammerbibliothek Kaiser Leopolds I. 433 Einbände Die Einbände sind in der Regel in weißem Pergament mit eingestanztem Portrait des Kaisers und  /  oder mit seinem Wappen und mit ornamentierten vergoldeten Rändern versehen. Teilweise gibt es noch die Reste der Schleifen zum Zubinden. Es gibt vier unterschiedliche Portraits, von denen drei mehr oder weniger wahllos durcheinander spätestens ab 1666 verwendet wurden. Ein Portrait zeigt den Kaiser als jungen Mann. Dieses gibt es nach 1664 nicht mehr. Es geht um die folgenden Kompositionen von Antonio Bertali: N.7.N.2. (Maria Magdalena, 1661); N.7.N.2. (Zenobia, 1662), N.8.N.3. (Il Ciro crescente, 1661); N.8.N.5. (Operetta, 1664), sowie von Leopold  I.: N.9.N.1. (Il figliuolo prodigo, um 1663).22 Es gibt die Variante (auch sie hilft beim Datieren): Portrait des Kaisers auf dem vorderen Außendeckel  – eines von den drei anderen Fassungen  – und Portrait seiner ersten Frau (Margarita Teresa, †  1673) auf dem hinteren. Dies ist bei mindestens 25 Partituren der Fall; davon sind zwölf oder dreizehn Kompositionen des Kaisers oder Werke, zu denen er Einlagestücke geschrieben hat. Am häufigsten gibt es die Variante mit dem Kaiserportrait auf dem vorderen und dem Wappen auf dem hinteren Buchdeckel. Auch Bände mit dem Kaiserportrait vorne und dem Wahlspruch hinten kommen häufiger vor; schließlich gibt es auch eine Fas- sung mit zwei Wappen. Fehlt in dem Fall die alte Signatur, so ist eine Zuordnung zur Cubicularis nicht immer eindeutig zu machen. Katalog der dramatischen Musik: Ordnungsprinzipien, Zuschreibungen und Datierungen anhand der Signaturen. Verluste. Man muss davon ausgehen, dass der Kaiser alle dramatischen Werke, die am Hof (in seiner Anwesenheit) aufgeführt wurden, in seiner Privatsammlung aufbewahrte. Da- neben gab es noch dramatische Werke, die nicht direkt mit höfischen Aufführungen in Verbindung gebracht werden können, die entweder Widmungsexemplare oder Studienpartituren sind. Dies alles bedeutet, dass es größere Verluste geben muss und auch gibt: Mindestens 48 dramatische Werke Draghis fehlen ganz, ebenso fünfzehn Werke Carlo Agostino Badias, mindestens vier Bertalis, mehrere Ballettbände Johann Heinrich Schmelzers und Johann Joseph Hoffers, einige Kompositionen von Giovanni Felice Sances oder Pietro Andrea Zianis sowie einiges mehr. Mehrere Opern sind nur teilweise erhalten. Allein mit Hinzuzählung der am Hof aufgeführten Werke kommt man auf größere Verluste. Die Sammlung umfasste mit Sicherheit mehr als 600 Werke, 22 Signaturen resp: Mus.  Hs.  16.010; 16.530; 16.038; 16.861; 16.866. Letzteres Werk nicht wie bei Seifert 1985, S.  584 angemerkt, zwischen 1674 und 1685, sondern spätestens 1664.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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