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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
Seite - 469 -
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Seite - 469 - in Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur

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Die gespiegelte Inszenierung? 469 angrenzenden Trakt könnte auch von den damaligen Theatralingenieuren Giuseppe und Antonio Galli Bibiena stammen (Abb.  3).34 Über dem Parterre befindet sich die so- genannte Galerie noble, und darüber liegt, von Kolossalsäulen gerahmt die kaiserliche Loge, die Lo Presti »mit der erforderlichen proprietät« einzurichten hatte.35 Der Schnitt macht die Anbindung an die angrenzende Hofburg deutlich, wonach die Theaterränge nicht den Niveaus der angrenzenden Trakte entsprachen, sondern leicht versetzt dazu tiefer lagen. Diese Beobachtung findet auch in den Grundrissen Bestätigung, in denen stets mehrere Geschoße übereinander dargestellt werden (Abb.  4): Säulen betonen die kaiserliche Loge, deren Balustrade elegant ein- und ausschwingt. Eine Etage tiefer liegt die Galerie noble, die mit ihrer Balustrade weit in den Zuschauerraum hineinragen und über seitliche Treppenläufe aus dem Parterre zu erreichen sein sollte. In der Aus- führung entschied man hingegen zugunsten einer weniger ausladenden Galerie, deren 34 Schindler erwähnt Jadot nicht, bringt aber Giuseppe und Antonio Galli Bibiena in die Diskussion ein; Schindler 1976a, S.  25–26. Garms schwankt in seiner Zuschreibung dagegen zwischen Jadot und Giu- seppe Galli Bibiena; Zedinger 2000, Kat.-Nr.  9.30.2. (Jörg Garms). 35 Wien, FHKA, SUS, Kontrakte und Reverse C, Nr.  1660; in Auszügen zit. bei Schindler 1976a, S.  23–24. Abbildung  3.  Wiener Hofburg, Altes Burgtheater, Aufriss der mittleren Logenränge und Schnitt durch die seitlichen Ränge, Entwurf von Jean Nicolas Jadot, Giuseppe oder Antonio Galli Bibiena, um 1748.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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