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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
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Marco Karthe 594 Nur die bedeutendsten Wanderkomödiantentruppen bekamen eine Zulassung zum Spiel bei Hofe. So weilten 1676 der erste bedeutende deutsche Prinzipal, Johannes Velt- hen (1640–1697), und 1745 die berühmte Theaterreformerin Caroline Neuber mit ihrer Truppe in der Residenzstadt. Unter den Komponisten der frühen Gothaer Theaterzeit ragen Wolfgang Carl Briegel (1626–1712), Wolfgang Michael Mylius (1636–1713) sowie Gottfried Heinrich Stölzel (1690–1649) hervor, die als langjährige Leiter der Hofkapelle auch die Musik zu den dramatischen Aufführungen schufen, während die Texte mit- unter vom Gothaer Konrektor Johann Georg Heß (1613–1694), bzw. von Stölzel selbst stammten. Nach 1732 und mit dem Regierungsantritt von Herzog Friedrich  III. von Sachsen-Gotha-Altenburg mit seiner Gemahlin Luise Dorothea bestimmten französi- sche Komödien und italienische Intermezzi den Spielplan. Die Herzogin pflegte zudem den intensiven Kontakt zum französischen Königshof und dem bedeutenden Philoso- phen Voltaire, der allein acht Wochen in Gotha verbrachte. Er bezeichnete den Gothaer als den »Hof der Musen und Grazien«. Der heutige Theaterraum ist insgesamt 24 Meter lang, elf Meter breit und ca. acht Meter hoch. Das Bühnenportal, auch Proszeniumsbogen genannt, teilt ihn genau in der Mitte. Damit ist die Bühne (Abb.  6) ebenso groß wie der Zuschauerraum. Ursprüng- lich nur mit einem Rang ausgestattet, erhielt der Zuschauerraum im Jahre 1774 die Abbildung  6.  Blick auf die historische Bühne, deutlich sichtbar die mittige Hauptversen- kung und die seitlichen Kulissenflügel.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Titel
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Untertitel
Hof – Oper – Architektur
Autoren
Margret Scharrer
Heiko Laß
Herausgeber
Matthias Müller
Verlag
Heidelberg University Publishing
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Abmessungen
19.3 x 26.0 cm
Seiten
618
Schlagwörter
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Kategorie
Kunst und Kultur
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