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Das Ekhof-Theater in Gotha – Ein Kleinod deutscher Theaterkultur
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Nach der Auflösung des Gothaer Hoftheaters im Herbst 1779 wurde das Theater bis
1827 kaum noch genutzt, aber blieb zum Glück erhalten. Zeitweilig diente der Zuschau-
erraum ab 1805 dem neuen Hofkapellmeister Louis Spohr als Konzertsaal und erhielt eine
neue zeitgemäße Ausmalung (Abb.
10). Herzog Ernst
I. von Sachsen-Coburg und Gotha
(1784–1844) gründete 1827 schließlich das zweite Gothaer Hoftheater, dessen Spielstätte
zunächst bis 1839 die alte Ekhof-Bühne blieb. Jedoch häuften sich die Beschwerden des
Ensembles, dass man auf dieser alten Bühne mit der völlig veralteten Technik nicht mehr
spielen könnte und der Druck auf den Regenten ein neues modernes Theatergebäude zu
bauen wuchs. 1839 wurde am heutigen Ekhof-Platz das Herzogliche Hoftheater, nach
den Plänen von Karl Friedrich Schinkel, eröffnet. Ganz im klassizistischen Stil errichtet,
entsprach es im Zuschauer- und Bühnenraum dem fast zeitgleich entstandenen Cobur-
ger Theater, was einen unkomplizierten Wechsel der Produktionen und Ausstattungen
zwischen beiden Residenzen ermöglichte. Leider wurde dieser Theaterbau im Zweiten
Weltkrieg durch einen Brand zerstört und später die Ruine abgetragen.
Letztlich blieb durch diesen Neubau das alte Hoftheater von großen Umbaumaß-
nahmen verschont und geriet mehr und mehr in Vergessenheit. Bereits 1825 wurden
jedoch (leider) der Fundus und die Kulissensammlung aufgelöst. Erst nach 1855 gab
es im Theater noch einige wenige Liebhaberaufführungen Herzog Ernst II. von Sach-
sen-Coburg und Gotha (1818–1893) sowie Memorialvorstellungen. Sie fanden weit-
gehend ohne Verwendung der alten Bühnenmaschine statt, deren Bauteile jedoch er-
halten blieben (Abb. 11).
Im Gegensatz zum neuen Herzoglichen Hoftheater, blieb das Schloss mit sei-
nen Einrichtungen im Zweiten Weltkrieg glücklicherweise unzerstört. Auch größere
Abbildung 11. Blick in den Schnürboden der Oberbühne.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Hof – Oper – Architektur
- Titel
- Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
- Untertitel
- Hof – Oper – Architektur
- Autoren
- Margret Scharrer
- Heiko Laß
- Herausgeber
- Matthias Müller
- Verlag
- Heidelberg University Publishing
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ISBN
- 978-3-947732-36-4
- Abmessungen
- 19.3 x 26.0 cm
- Seiten
- 618
- Schlagwörter
- Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
- Kategorie
- Kunst und Kultur