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Mythen in deutschsprachigen Geschichtsschulbüchern - Von Marathon bis zum Élyseée-Vertrag
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Esgibtkein InteresseandamaligenLogiken,warumGottdenKreuzzugwill [wollen darf] bzw. das Publikum antwortet, »Gott will es«. Die Aufdeckung dieser Denkweisen könnte auch für aktuelle Kriegsrechtfertigungen sensibili- sieren.SchließlichwirdderKreuzzugdurchdieDenkfigurdesgerechtenKrieges gerade nicht gerechtfertigter, weil alle Argumente debattiert werden können. Tab.2: Die kontroverse Anwendbarkeit der Kriterien des gerechten Krieges auf den Kreuzzugsaufruf Kriterium Erfüllung Gegenargument rechtmäßigeAutorität [legitimapotestas] imKontextdesgregoriani- schenSelbstverständnisses selbstverständlichderPapst Papst spirituellerFührer, nichtweltlicherHerrscher, vgl. Investiturstreit gerechterGrund [causa iusta] Rückeroberungderheiligen StättendesChristentums nacheinerStrafzeit Unerkennbarkeit des sou- veränenGotteswillens rechteAbsicht [recta intentio] Wiederherstellungdergött- lichenOrdnung GottesWille jedenfalls so weit erkennbar,dass er Je- rusalemdenMuslimen übergebenhat angemessenerVollzug [debitusmodus] Einbindung indenBuß- prozess alle schondamals ander spirituellenKraft vonPil- gerngeäußerteZweifel, jetzt auchandenGewaltmitteln WegendesPlatzaufwandsfürdie immernochstarkgekürztePapstredeundder Interpretationsprobleme der erst nachträglich aufgezeichneten Predigt sollte manbesser denBeschluss vonClermont zitieren.Hier hätteman zeitnahund theologischkorrektdasandiewahreBußegebundeneVersprechendesErlasses kirchlicher Sündenstrafen, der so leicht von Kreuzzugsteilnehmenden und -predigenden,aberauchSchulbuchautorenund-autorinnen,mitderweiterGott vorbehaltenen Vergebung der Sünden und einer Garantie des ewigen Lebens verwechseltwird.33 Zuhörern ausgelöst werden sollten«, »Warum sollte das ›Volk der Franken‹ in denOrient ziehen?«;GeschichteundGegenwart2,47:Methodenschulung;ReiseindieVergangenheit1, 217: »wiePapstUrban II. fürdieKreuzzügewarb.« 33 Heinrich Hagenmeyer (Hg.),Die Kreuzzugsbriefe aus den Jahren 1088–1100, Innsbruck: Wagner, 1901, 216. »Mythos«ersterKreuzzug 145 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY
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Mythen in deutschsprachigen Geschichtsschulbüchern Von Marathon bis zum Élyseée-Vertrag
Titel
Mythen in deutschsprachigen Geschichtsschulbüchern
Untertitel
Von Marathon bis zum Élyseée-Vertrag
Autoren
Roland Bernhard
Susanne Grindel
Felix Hinz
Herausgeber
Christoph Kühberger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht Verlage
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-0686-6
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
294
Kategorie
Lehrbücher
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