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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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F | Fleischner850 Ausbildungen: Lyzeum des Schulvereins für Beamtentöchter, 1913 –16 Schülerin an der „k. k. Lehr- u. Versuchsanstalt für Photographie u. Reproduktionsverfahren“ (heute: Höhere Graphische Bundes-Lehr- u. Versuchsanstalt), Wien. 1915 kurzfristig Kunstgeschichte- studium in Paris. Rückkehr nach Wien. 1916 Praxisplatz bei Dora Kallmus, Photoatelier Madame D’Ora. Aufgrund von Unstimmigkeiten 1916–18 Fortsetzung und Abschluss der Lehre im Photoatelier Hermann Schieberth, Wien 1, Opernring. Laufbahn: Erreichte als Porträt-, Gesellschafts- und Modefotografin internationale Be- deutung. 1918 erste eigene professionelle Fotoarbeit (Bildserie von Adolf Loos und Peter Altenberg). 1919 offizielle Berechtigung, das fotografische Gewerbe auszuüben, Mitglied der „Photographischen Gesellschaft in Wien“. 1920 Gründung eines eigenen Ateliers in Wien 1, Ebendorferstraße 3. In den 1920er u. -30er Jahren Profilierung durch Porträtfo- tografie künstlerischer u. gesellschaftlicher Persönlichkeiten. Im Frühjahr 1938 Auflösung des Ateliers, im Herbst 1938 Flucht über Paris nach London. G. F. zerstört fast das gesam- te Negativmaterial. 1939 Emigration in die USA. In der Nähe von New York, im Haus und zusammen mit ihrer ehemaligen Praktikantin und amerikanischen Freundin Helen Post, Gründung eines Fotoateliers. 1940 mit Frank Elmer (Franz Epstein) Eröffnung eines Fotoateliers direkt in New York, 127 West, 56th Street. Rasche Karriere durch „Out-door- shoots“ in der Modefotografie, bekannte Aufnahmen mit der Brooklyn-Bridge als Hinter- grund. Verträge mit „Vogue“ u. a. Modejournalen. Dadurch auch neue Entwicklung in der Porträtfotografie, weg von der schwerfälligen Studio-Kamera und Atelierausleuchtung hin zur leichten Rolleiflex und Blitz. Lebte einige Jahre in Lugano/CH. 1989/90 Rückkehr nach New York zu ihrem Neffen. Mitglsch.: 1919 Mitglied der Photographischen Gesellschaft. Qu.: Tagblattarchiv (Personenmappe). L.: Benito-Sanchez 2009, Bruegger 1999, Dick/Sassenberg 1993, Geber/Rotter/Schneider 1992, Honnef 1997, Kratzer 2001, ÖNB 2002, Schreiber 1991, Seidl 2001 Fleischner Rudolfine; Gemeinderätin und Erzieherin Geb. Ungarisch-Ostrau, Mähren (Uherský Ostroh, Tschechien) 20. 10. 1873 Gest. Wien, 17. 9. 1923 R. F. wurde am 20. Oktober 1873 als Tochter eines Landschullehrers in Ungarisch-Ostrau geboren. Wegen der angespannten finanziellen Situation der großen Familie ist R. F. bereits im Alter von dreizehn Jahren gezwungen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Sie übersiedelt nach Wien und arbeitet dort als Haushaltshilfe und Kindermädchen. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit absolviert sie, mit Unterstützung ihrer älteren Schwester, eine Ausbildung als Erzieherin und ist später als Privatlehrerin tätig. 1901 heiratet sie. Schon in den 1890er Jahren engagierte sich R. F. im Verein der Heimarbeiterinnen. Ihren eigentlichen Wirkungskreis sollte sie aber in der politischen Frauenorganisation finden. Sie war Mitbegründerin der sozialdemokratischen Frauenorganisation Alsergrund (9. Wiener Gemeindebezirk). Ihre agitatorischen Fähigkeiten haben wesentlich dazu beigetragen, R. F. 1915 zur Obfrau dieser Vereinigung zu machen. Als Frauenpolitikerin setzte sie sich be- sonders für politische Schulung sowie für die Gleichberechtigung der Frauen ein. Ihr be- vorzugter Wirkungskreis war das „Lichtental“, der proletarische Teil des sonst eher von der
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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