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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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F | Fohler860 umziehen. Zwischen 10. und 22. August 1942 wurde sie mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrer Mutter während einer Liquidationsaktion gegen Lemberger Juden erschossen. D. F. führte rege Korrespondenz u. a. mit Shlomo Bickel, Marcus Ehrenpreis, Aaron Glanz-Leyeless, Melech Ravitch, Dov Sadan. Veröffentlicht wurden bisher nur fünf Briefe D. F.s an Schulz (vgl.: Ficowski [Hg.] 2002, S. 240–250), weitere Korrespondenzen sind in verschiedenen Archiven verstreut (u. a.: The National Library of Israel; The Archives of the Jewish Community in Stockholm; YIVO Archives). Ab 1927 veröffentlichte D. F. psychologisch und soziologisch fundierte Aufsätze in „Przeg ląd Społeczny“ (Lemberg) wie auch zahlreiche Rezensionen und Essays über moder- ne Kunst und jiddische Literatur, u. a. in „Chwila“ (Lemberg), „Bodn“ (New York), „ Judisk tid skrift“ (Stockholm), „Literarische bleter“ (Warschau), „Der Morgen“ (Lemberg), „Sy- gnały“ (Lemberg), „Wiadomości literackie“ (Warschau). In diesen Texten zeigte sie sich als eine einfühlsame Beobachterin und über Avantgarde-Strömungen bestens informierte Theoretikerin. Zentral für ihr kritisch-theoretisches Schaffen sind Themen wie Abstraktion, Montage, die Wechselwirkung zwischen Malerischem und Literarischem sowie die Affini- tät des Inhaltlichen mit dem Formalen. 1930 gehörte D. F. zu den GründerInnen der literarisch-künstlerischen Gruppe „tsushtayer“ (u. a. mit Ber Horowitz, Rachel Korn, Mendl Neugröschl und Hersch Weber) und wirkte bei der He- rausgabe der gleichnamigen Zeitschrift mit. 1936–1938 veröffentlichte sie in der Zeitschrift der New Yorker Introspektivisten „in zikh“ mehrere neue Fragmente ihrer Montage-Prosa. W.: „tog figurn. Lider“ (1930, mit Ill. von Henryk Streng), „manekinen, lider“ (1934), „akacjes blien. Montażn“ (1935, mit Ill. von Henryk Streng), „Akacje kwitną. Montaże“ (1936, mit Ill. von Henryk Streng), „Debora Vogel: akacje kwitną. montaże. und Nachwort von Karolina Szymaniak“ (2006, mit Ill. von Henryk Streng), „Debora Vogel: Akacje kwitną“ (2009, ins Japanische übertragen von A. Kato) L.: Auerbach 1965, Degler 1994, Ficowski 2008, Kato 2006, Misiak 2007, Misiak 2008, Misiak 2011, Schulz 2002, Shmeruk 1993, Sienkiewicz 1985, Sienkiewicz 1992, Szymaniak 2006 Anna Maja Misiak Fohler Franziska; Politikerin Geb. 3. 11. 1916 Gest. Wien, Mai 2007 Laufbahn: Ihr politisches Engagement begann F. F. bei der sozialistischen Jugend und den Kinderfreunden im 20. Wiener Bezirk, sie engagierte sich weiters auch im Bezirksfrauen- komitee. In ihrer Zeit im Wiener Gemeinderat, in dem sie von 1968 bis 1978 tätig war, gehörte sie u. a. dem Wohnbau- und Kulturausschuss an. L.: Internet: Presseaussendung des Wiener Rathausclubs vom 22. 5. 2007 Foitl Martha; Filmproduzentin, Redakteurin und Schriftstellerin Geb. ? Gest. ? Laufbahn: M. F. war nach dem Zweiten Weltkrieg Theatersekretärin im „Künstlertheater“ in der Praterstraße, der ersten Bühne im befreiten Wien, respektive Büroleiterin und persön-
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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