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Földesi | F 861
liche Mitarbeiterin von Willy Forst, mit dem sie eine Produktionsfirma aufbaute. 1951–53
war sie bei der Austria-Wochenschau unter Hans Pebal († 1953), dessen Firma sie weiter-
führte. Sie gründete eine Film-Produktion und erhielt 1954 als erste Frau die Konzession für
die Produktion von Dokumentar- und Werbefilmen. Sie plante die Produktion von Jugend-
filmen gemeinsam mit dem BMUK. Sie leistete Pioniertaten für die Österreichwerbung
in den USA, indem sie ab 1963 bei selbst organisierten und finanzierten Reisen durch die
USA Filmvorträge über Landschaft, Architektur, Musik und Fremdenverkehrsattraktionen
in Österreich hielt. Ab 1965 arbeitete M. F. als freie Mitarbeiterin des Presse- und Informa-
tionsdienstes der Stadt Wien, ab 1984 als Redakteurin, und 1967 bis zu ihrer Pensionierung
als Auslandspressereferentin mit der Hauptaufgabe der Betreuung von Auslandsjournalis-
ten. Nach ihrer Pensionierung schrieb sie viele Artikel vor allem für amerikanische und
kanadische Zeitungen.
Ausz., Mitglsch.: Preis für „Die Kreuzworträtsel“ (Werbefilm), Preis im Rahmen der Wer-
bewirtschaftlichen Woche im Künstlertheater. Zusammenarbeit mit Hans Pebal, Willy
Forst, Heinz Conrads; Ehrenmitglied des Verbandes der Auslandspresse in Wien, 2001
Goldenes Verdienstzeichen der Stadt Wien.
W.: „Wiener Souvenir-Kochbuch“ (1982)
L.: http://www.wien.gv.at/
Földesi Karoline, Turfkaroline; Wiener Schönheit und Prostituierte
Geb. 1854
Gest. 1935
Laufbahn: Galt als Wiener Schönheit, war als Prostituierte tätig. Sie erfreute sich zu Beginn
der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts besonderer Beliebtheit und erreichte ein für diesen
Berufsstand hohes Alter. Sie spielte, wie ihr Spitzname ausdrückt, besonders in Rennkreisen
eine große Rolle und hatte in der Freudenau eine öffentliche Funktion, auf die sie sehr stolz
war: sie durfte dem jeweiligen Sieger im Derby den offiziellen Lorbeerkranz überreichen, wo-
für sie regelmäßig 1.000 Gulden erhielt. Um diese Würde nach außen hin zu betonen, pflegte
sie am Derbytag bereits in einer Toilette zu erscheinen, die die Farben des wahrscheinlichen
Gewinners trug. Später fristete sie als Blumenverkäuferin ein karges Dasein.
Qu.: Tagblattarchiv (Personenmappe).
L.: Gruber 2002, Montane 1925, Reden /Schweikhardt 1993, http://www.seniorkom.at/
Foltin Lore Barbara; Literaturhistorikerin
Geb. Wien, 22. 7. 1913
Gest. Allegheny, Pennsylvania, USA, 16. 2. 1974
LebenspartnerInnen, Kinder: Ehemann: Edgar M. Foltin.
Ausbildungen: Studium in Brünn 1933 –1934, an der Deutschen Universität in Prag 1934–
1938; 1938 Promotion in Prag.
Laufbahn: 1939 Verwaltungsassistentin des Executive Secretary des British Commitee für
Flüchtlinge aus der Tschechoslowakei. Ihr Forschungsschwerpunkt lag im Bereich der deut-
schen Literatur des 20. Jahrhunderts. 1945–1949 Instructor am College of Wiliam and Mary
in Williamsburg in Virginia; 1949–1956 Instructor am Department of Germanic Languages
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika