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Fossel | F 871
Mitglsch.: Mitglied der christlich-deutschen Turnerschaft Österreichs (Gaujugendwart).
Qu.: DB NS-Lit. Graz.
W.: „Heimspiele für die Christlich-deutsche Turnerschaft gesammelt“ (1933), „Blumen der
Berge. Bilderbuch mit Begleitworten“ (1935), „Mädelarbeit in der Christlich-deutschen
Turnerschaft“ (1935), „Es blüht in deutschen Landen“ (1939), „Das Jahr der Blumen im
Brauchtum der Alpenländer“ (1940)
L.: Baur/Gradwohl-Schlacher 2008
Fossel Martha Elisabeth, Marta; Malerin, Grafikerin und Illustratorin
Geb. Liezen, Vbg., 16. 5. 1880
Gest. Graz, Stmk., 20. 4. 1965
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter des k. k. Bezirksarztes Dr. Viktor Fossel.
Ausbildungen: Schülerin von Alfred v. Schrötter an der Kunstschule in Graz. Erlernte Ra-
dierkunst bei Prokof. Besuch der Frauenakademie in München bei Max Feldbauer.
Laufbahn: War als Porträt-, Genre- und Landschaftsmalerin sowie als Grafikerin, Illustra-
torin und Radiererin tätig. Erwarb sich allgemeine Anerkennung durch Illustrationen, die
Themen des steirischen Volkslebens, Tracht und Bräuche darstellten. M. F. verbrachte ihr
Leben hauptsächlich in Graz.
Mitglsch.: Mitglied des Künstlerbundes Graz.
Qu.: Archiv VBKÖ, Wien.
L.: Fuchs 1985, Vollmer 1953–1962
Fössl Edith von, Tante Edith, geb. Wallner; Kindergärtnerin und Widerstandskämpferin
Geb. Wien, 26. 4. 1907
Laufbahn: E. F. heiratete einen Katholiken und konvertierte am 28. 9. 1937 in Innsbruck. 1939
wurde sie geschieden. Ab 1931 Leiterin des Kinderhortes der Erzbischöflichen Hilfsstelle für
nichtarische Katholiken in Wien. Bei einer Taschenkontrolle durch einen SA-Mann kamen
Süßigkeiten zum Vorschein, die für die Kinder bestimmt waren und deren Besitz Nichtariern
verboten war. Entzug bzw. Beschränkung ihrer Arbeitsgenehmigung und Drohung der Ein-
lieferung in ein KZ, falls sie ihre Umtriebe nicht unterlasse. Sie war eine von insgesamt zwölf
Mitarbeiterinnen der Erzbischöflichen Hilfsstelle für nichtarische Katholiken, die nach den
Nürnberger Rassegesetzen als Jüdinnen definiert wurden. Von ihnen wurden neun deportiert
und acht überlebten das KZ nicht. E. F. täuschte am 28. 9. 1942 einen Selbstmord vor und
flüchtete nach Italien. Sie lebte mehrere Jahre in Rom und war von 1949 –1951 wieder in Wien.
L.: Groppe 1978, Kronthaler 2004
Foster Edith, geb. Fink; Schriftstellerin
Geb. Wien, 15. 9. 1914
E. F., geborene Fink, kam am 15. September 1914 in Wien zur Welt. Ihre Eltern, assimilierte
Juden und überzeugte Sozialdemokraten, legten großen Wert auf eine gute Ausbildung ihrer
Tochter. E. F. erhielt eine humanistische Bildung im Gymnasium und lernte als Jugendliche
Geige spielen. Als 14-jährige wurde sie Mitglied des Verbands Sozialistischer Mittelschüler
in Währing, wo Persönlichkeiten wie Max Adler, Marie Jahoda und Käthe Leichter Vorträ-
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Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika