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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Seite - 873 -
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Fournes | F 873 turajubiläum ihrer Klasse nach Wien, worüber sie in ihrem Buch „Maturatreffen“ ausführ- lich berichtet. Auch mit den Ereignissen der Zwischenkriegszeit setzt sie sich auseinander. Sehr kritisch äußert sie sich über manche Schulkollegen, die sich in den dreißiger Jahren der Nazi-Ideologie verschrieben hatten und jüdische Mitschülerinnen und Mitschüler aus- grenzten. Sie schildert ihre eigene sozialdemokratische Gesinnung und ihren anfänglichen Kampfgeist gegen die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten aufzutreten, ihr allmähliches Bewusstwerden der eigenen Machtlosigkeit und schließlich ihren Ent- schluss Österreich zu verlassen. Über die Wiederbegegnung mit den ehemaligen Schulkol- leginnen und -kollegen nach mehr als fünfzig Jahren berichtet sie mit großer Bitterkeit, da sie in der Haltung der meisten ihrer Kollegen gegenüber den vergangenen Ereignissen nach wie vor nur Verdrängung und Verleugnung wahrnehmen kann. E. F. lebt heute mit ihrem zweiten Mann Rick Foster in Berkeley, Kalifornien. W.: „Maturatreffen“ (1989) L.: Misik 1989, Maturatreffen mit Eklat. In: Akzente. November 1989, 34 Clara Kenner Fournes Louisrose; Schauspielerin und Tänzerin Geb. Wien, 27. 1. 1905 LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Curt Trepte, geschieden. In zweiter Ehe mit Hans Hauska verheiratet. Laufbahn: 1924/25 an den Städtischen Bühnen Oberhausen-Hamborn-Gladbeck. 1925 bis 1928 Tänzerin. Später Vortänzerin an den Vereinigten Stadttheatern Duisburg-Bochum. 1931 bis 1933 Mitglied der „Truppe 31“. Emigrierte 1933 nach Verbot der Truppe durch die Nationalsozialisten nach Paris, 1934 in die UdSSR. 1934/35 Mitglied des Kollektivs „Deut- sches Theater Kolonne Links“. 1935/36 Mitglied des „Deutschen Gebietstheaters Dnepro- petrowsk“. 1936/37 Mitglied des Deutschen Nationaltheaters in Engels. 1937 entlassen. Mit ihrem Sohn im Rahmen der Zwangsevakuierung nach Kasan deportiert, arbeitete in einer Kolchose und in einem Rüstungsbetrieb. Kehrte 1947 nach Ostberlin zurück. 1947 bis 1949 Theaterreferentin am Haus der Kultur der Sowjetunion in Ostberlin. 1949 bis 1956 Ver- waltungsdirektorin und stellvertretende Intendantin am Theater der Freundschaft Ostber- lin (Kinder- und Jugendtheater). Übersetzte Kinder- und Märchenstücke. 1957 bis 1956 Hauptabteilungsleiterin der Deutschen Konzert- und Gastspieldirektion. L.: Trapp/Mittenzwei 1999 Fournier Antonie, verh. Kronser; Schauspielerin Geb. Solingen, Preussen (Westfalen, Deutschland), 12. 9. 1809 Gest. Graz, Stmk., 23. 1. 1882 Herkunft, Verwandtschaften: Früh verwaist, wuchs bei ihrer Tante, einer Schauspielerin, auf. Ausbildungen: Wurde bei ihrer Tante erzogen. Laufbahn: Trat 1828 am Dresdner, 1829 am Berliner Hoftheater auf und wurde von Dein- hardstein an das Wiener Burgtheater berufen, dem sie 1833 bis zur ihrer Pension 1871 an- gehörte. L.: Eisenberg 1903, Katalog der Portrait-Sammlung 1892, ÖBL, Rub 1913, Wallaschek 1899
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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