Seite - 874 - in biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Bild der Seite - 874 -
Text der Seite - 874 -
F |
Fox874
Fox Erika, geb. Erika Sarah Esther Roth; Komponistin
Geb. Wien, 3. 10. 1936
Herkunft, Verwandtschaften: Enkelin des chassidischen Rabbiners Shalom Hager.
Ausbildungen: Stipendium am Royal College of Music London, Klavier (Angus Morrison),
Komposition (Bernard Stevens). Diplom in Klavierpädagogik.
Laufbahn: Ging 1939 mit Mutter und Großvater nach Großbritannien ins Exil. Nach ihrem
Studium am Royal College of Music Klavier- und Musikpädagogin sowie Klavierbeglei-
terin. 1967 erneut Kompositionsunterricht am Morley College bei Jeremy Dale Roberts,
weitere Studien bei Harrison Birtwistle. Kurse im Rahmen der Dartington Summer School
of Music (1970). Ihr Kompositionsstil ist geprägt von serieller Technik und vom Echo jü-
disch-sakraler Klänge. E. F. lebt als freischaffende Komponistin in London.
Ausz., Mitglsch.: 1983 Gerald Finzi Award für das Streichquartett „Kaleidoscope“ (UA
1984 Wigmore Hall), Visiting Composer and Teacher, University of Auckland, New Zea-
land, 1990 Teilnahme „Europeras“ mit John Cage (Almeida Festival) in Paris und Straß-
burg.
W. u. a.: „Nine lessons from Isaiah“ (1970), „The Dancer, Hotoke (1991, chamber opera, text
by Ruth Fainlight), „Shir (1983, for large chamber ensemble), „The Moon of Moses (1992,
for solo cello), „Osen Shoomaat (1985, for 36 solo strings), „The Bet (1990, puppet music
drama, text by Elaine Feinstein), „Malinconia Militare (2003, for chamber ensemble), „Café,
Warsaw 1944 (2005, for chamber ensemble)
L.: Sadie/Samuel 1994, Contributions of Jewish Women to Music and Women to Jewish
Music: http://www.jmwc.org/Women/womenf.html, Wikipedia
Fraenkel Frieda, geb. Lauterbach; Schauspielerin, Kosmetikerin und Erfinderin
Geb. Wien, 17. 1. 1905
Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus einer armen Familie. Vater: Flüchtling aus Polen,
Schuhverkäufer; Mutter: Hausfrau; drei Geschwister.
LebenspartnerInnen, Kinder: Heiratete 1934 einen Buchhalter, polnischer Staatsbürger, den
sie bei einer Laienaufführung kennengelernt hatte.
Ausbildungen: Von einer Wohnungsnachbarin (Soubrette vom Raimund-Theater) entdeckt.
Spielte bereits mit 5 Jahren Theater, galt als Wunderkind, zahlreiche Auftritte in Raimund-
theater, Burgtheater, Deutsches Volkstheater und Volksoper, mit 15 erhielt sie einen Frei-
platz an der Akademie für Musik und darstellende Kunst. Wollte Soubrette werden. Die
Ausbildung zur Sängerin musste sie nach der Spanischen Grippe aufgeben und begann eine
Lehre für Schönheitspflege.
Laufbahn: Anstellung als Schönheitspflegerin in Marienbad. Danach im Hotel Imperial in
Wien. Eröffnete mit ihrem Mann einen Kosmetiksalon, ein neu gekauftes Geschäft in der
Wiedner Hauptstraße musste nach Einmarsch der Nationalsozialisten für wenig Geld dem
Meister übergeben werden, die neu adaptierte Wohnung einer Angestellten. In der „Kris-
tallnacht“ wurden sie und ihr Mann getrennt eingesperrt. Sie musste unterschreiben, Ös-
terreich binnen 24 Stunden zu verlassen. Das Ehepaar besorgte sich gefälschte tschechische
Pässe und fuhr mit dem Zug nach Brüssel. Über Belgien und Frankreich gelangten sie nach
Italien, wo sie den Krieg überlebten. 1950 kehrten sie zurück nach Wien.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika