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Franc876
Qu.: Archiv der Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs, Österreichische Galerie
Belvedere Archiv (Nachlass R. Schmidt), Österreichisches Staatsarchiv (OeStA), Österrei-
chische Nationalbibliothek, Handschriften-, Autographen- und Nachlass-Sammlung.
L.: 25 Jahre VBKÖ 1936, Ankwicz-Kleehoven 1922, Ankwicz-Kleehoven 1923, Ank-
wicz-Kleehoven 1926, Doppler 2000, Emödi/Teichl 1937, Fuchs 1972, Hevesi 1914, Jahres-
berichte der VBKÖ 1911–1917, Johnson 1997, Meister der Farbe 1906, Plakolm-Forsthuber
1994, Planer 1929, Seligmann 1910, 1910a, 1920, 1927, 1930, Thieme-Becker 1907–1950,
Vollmer 1953–1962, Zifferer 1910, Die christliche Kunst 9 (1912/3) Beil. S. 20–21, Österrei-
chische Kunst I 1929/30, Heft 8, S. 20; III 1932, Heft 11, S. 38; 1936, Heft 11; 1939, Heft
8, S. 21
Megan Brandow-Faller
Franc Maria; Bezirksvorsteherin
Geb. Wien, 25. 9. 1906
Gest. Wien, 8. 1. 1971
Laufbahn: Erste Bezirksvorsteherin in Wien (Wien 8, Josefstadt: ÖVP, Funktionsperiode:
10. 12. 1959 –26. 11. 1964). Leiterin der Frauenbewegung der ÖVP Josefstadt.
Ausz.: Maria-Franc-Hof, 1080 Wien.
L.: Czeike Bd. 2, 2004, Politikerinnen in Wien 2000
Francé-Harrar Annie, geb. Harrar; Schriftstellerin und Bodenbiologin
Geb. München, Bayern (Deutschland), 2. 12. 1886
Gest. Hallein, Sbg., 23. 1. 1971
Ausbildungen: Studium der Medizin und Biologie.
LebenspartnerInnen, Kinder: Erste Ehe nach 6 Jahren aufgelöst, 1923 zweite Ehe mit Raoul
H. Francé (1874 –1943), Biologe und Naturphilosoph, Direktor des Instituts der Deutschen
Mikrologischen Gesellschaft in München.
Laufbahn: Sie war eine vielseitig begabte schöpferische Frau: Bestsellerautorin, Essayistin,
Verfasserin kultur- und naturwissenschaftlicher Werke, sowie mehrerer Reisemonographien
und Science-Fiction ähnlicher Romane. Vor allem als Bodenbiologin ist sie Bahnbrecherin
für die heutige Humuswirtschaft. Bereits in jungen Jahren verband sie ihre künstlerisch-li-
terarische Begabung mit fachlicher Forschung. Das erste gedruckte Werk erschien 1911
und beschreibt in Versen das Leben der Frau im Laufe der Jahrhunderte. 1916 lernte sie im
Rahmen eines Mikroskopierkurses den Leiter des Biologischen Instituts in München Raoul
Heinrich Francé kennen und wurde seine Mitarbeiterin. Nach dem Münchner Räteauf-
stand 1919 musste Raoul H. Francé die Stadt verlassen und ließ sich mit A. H. in Dinkels-
bühl nieder, wo beide 1923 heirateten. 1920 entstand der erste utopische Roman von A. H.
„Die Feuerseelen“, der bereits das Problem der Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit aufwarf.
1924 übersiedelte das Ehepaar nach Salzburg. In die Zeit bis 1930 fiel die erste Gruppe der
Überseereisen, die eine Reihe von Monografien zur Folge hatten. Mit Rücksicht auf die
Gesundheit ihres Mannes folgten immer häufigere Aufenthalte in Ragusa (heute Dubrov-
nik) an der Südadriaküste. Von dort floh das Ehepaar 1943 in den Wirren des Zweiten
Weltkrieges nach Budapest, wo Raoul H. Francé noch im selben Jahr an einer zu spät er-
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika