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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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F | Frankl886 am 5. 10. 1943 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Ihre Erlebnisse hielt sie in Zeichnungen fest. Im April 1945 wurde sie befreit und gelangte mit einem von Folke Bernadotte organi- sierten speziellen Transport nach Schweden. Sie arbeitete zunächst als „Extraelev“ (Hilfs- krankenschwester) in einem Diakonissen-Spital. Vom 21. 1. 1952 bis 5. 5. 1952 lebte sie in Wien um ihre Mutter zu besuchen, die als „U-Boot“ in Wien überlebt hatte. 1955 erhielt sie die schwedische Staatsbürgerschaft. 1957 bis 1959 war sie im Diakonissen-Spital als 1.  Se- kretärin, die das Krankenhaus für Ärzte hatte, tätig. 1967 kam sie an die Universität Uppsala und arbeitete in der Bibliothek. Am 30. 10. 1970 ging sie krankheitshalber in Pension. Da- nach widmete sie sich dem Literaturstudium an der Universität Uppsala und beschäftigte sich vor allem mit der Kinder- und Jugendliteratur. Sie nahm auch an mehreren Tagungen zu diesem Thema in Österreich teil. Sie übersiedelte nach Löddeköpinge. W.: „Johann Wolfgang Goethes Phantastik“ (1985), „Ausgewählte Werke der deutschsprachi- gen fantastischen Jugendliteratur. Genreaxonomische Versuche aus historischer Sicht“ (1992). Frankl Gisela, Gitl, Gisella Frankel; Komponistin Geb. Wien, 14. 3. 1860 Gest. ? Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Moriz Frank(e)l, Hof- und Gerichtsadvokat; Mutter: Theresa Löwy (Loewy, Levy), erstes von 7 Kindern. Ausbildungen: Schülerin der vierklassigen „Höheren Bildungsschule“ für Mädchen des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins ab 1871, Beginn der musikalischen Ausbildung mit sie- ben Jahren als Privatschülerin bei J. Dachs (Klavier), 1873/74 am Wiener Konservatorium, 1874/75 Wechsel zur „Clavierschule Ungar“, Schülerin von Prof. Wolfrum (Harmonielehre, Kontrapunkt, und Komposition), 1880 Staatsprüfung für Klavier und Harmonielehre mit Auszeichnung. Laufbahn: Gründete 1880 ein Musikinstitut in Wien 1, erste Öffentlichkeit als Komponistin mit einer Kronprinz Rudolf gewidmeten Hochzeits-Hymne 1881. Schuf zahlreiche weitere Kompositionen, die sie auch bei ihren Klavierkonzerten darbot, Schwerpunkt Salonmusik. L.: Eisenberg 1891, Marx/Haas 2001 Frankl Liselotte, Lilly; Psychologin, Psychoanalytikerin und Psychiaterin Geb. Wien, 18. 5. 1910 Gest. London, Großbritannien, 12. 10. 1988 Herkunft, Verwandtschaften: Älteste Tochter; Vater: Robert Frankl, Kaufmann; Mutter: Ju- lie, geb. Baum. Ausbildungen: Mädchen-Reform-Realgymnasium im XIII. Wiener Gemeindebezirk, 1929 Matura; ab Herbst 1929 Psychologiestudium an der Universität Wien bei Karl und Charlotte Bühler; 1934 Promotion mit der Dissertation „Lohn und Strafe. Versuch einer phänomeno- logischen Analyse“; psychoanalytische Ausbildung (Analyse bei Ernst Kris); in GB Medizin- studium an der London School of Medicine for Women und der University of St. Andrews in Schottland, 1945 Promotion zum Dr.med., setzte auch ihre psychoanalytische Ausbildung fort. Laufbahn: Bereits als Studentin im engeren MitarbeiterInnenkreis des Wiener Psychologi- schen Instituts, Forschungsassistentin von Charlotte Bühler; nach der Promotion Erziehungs-
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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