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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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Freud | F 901 Als Fulbright-Stipendiatin verbrachte sie das Studienjahr 1956/57 an der Universität Oslo und sie erwägte eine dauerhafte Rückkehr nach Europa. In den USA blieb ihre akademische Position prekär, die erhoffte Professur in Berkeley ließ sich nicht realisieren. Am 31. März 1958 wurde E. F.-B. nach schweren gesundheitlichen Problemen tot auf dem Bett sitzend mit einer Fotografie von Egon Brunswik aufgefunden  – sie hatte sich das Leben genommen. War E. F.-B.s Arbeitsschwerpunkt als Assistentin am Wiener Psychologischen Institut durch die am Institut vorherrschende Abgrenzung zur Psychoanalyse gekennzeichnet, integrierte sie diese in den USA in ihr wissenschaftliches Denken. In den 1950er Jahren versuchte sie eine Klärung des wissenschaftlichen Status der Psychoanalyse mit Hilfe des Logischen Positivismus. Sie hatte schon vor 1938 Kontakt mit Vertretern der „Wissenschaftlichen Welt auffassung“, aber erst im Exil zeigte dies Auswirkung auf ihre wissenschaftliche Arbeit. E. F.-B. war stets um die Entwicklung wissenschaftstheoretischer Grundlagen im Bereich der Psychologie bemüht. Ausz.: Frenkel-Brunswik-Gasse 1220 Wien, Beschluss von 2012. Qu.: Teilnachlass im Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich, Graz: http:// agso.uni-graz.at/bestand/25_agsoe/index.htm. W.: „Das Assoziationsprinzip in der Psychologie. Phil. Diss. Wien“ (1930 Ersch. unter d. Titel „Atomismus und Mechanismus in der Assoziation“. In: Zeitschrift für Psychologie, Bd. 123), „Gem. mit Weisskopf, Edith: Wunsch und Pflicht im Aufbau des menschlichen Le- bens“ (1937), „Gem. mit Adorno, Theodor W., Levinson, Daniel J. u. Sanford, R. Nevitt: The Authoritarian Personality“ (1950), „Psychoanalysis and Personality Research. Journal of Ab- normal and Social Psychology, 35, S. 176–197. Dt. Übers. In: Dies.: Studien zur autoritären Persönlichkeit. Ausgewählte Schriften“ (1996), „Intolerance of Ambiguity as an Emotional and Perceptional Personality Variable. Journal of Personality, 18“ (1949. Dt. Übers. w. o.), „Psychoanalysis and the Unity of Science. In: Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences, 80“ (1954. Dt. Übers. w. o.) L.: Ash 1998, Benetka 2002, Fischer 1988, ÖNB 2002, Paier 1996, Paier 1997, Reichmayr 1994, Röder/Strauss 1980–1983, Sprung 2002, Weitzel 2000, Wikipedia Freud Anna; Psychoanalytikerin Geb. Wien, 3. 12. 1895 Gest. London, Großbritannien, 8. 10. 1982 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Sigmund Freud, Psychoanalytiker; Mutter: Martha, geb. Bernays; fünf ältere Geschwister, jüngstes und letztes Kind, besonders enge Beziehung zu ihrem Vater, in seiner „Traumdeutung“ von 1899 mit einem Traumbeispiel erwähnt. Ausbildungen: Volksschule (1901–1903 privat im 1. Wiener Gemeindebezirk, 1903 –1905 öffentlich im 9. Bezirk), 1905 –11 „Cottage Lyzeum“ Wien, 1911 Reifeprüfung, 1914 –17 private Ausbildung zur Volksschullehrerin. Laufbahn: 1917–20 Lehrerin an der Volksschule des „Cottage Lyzeum“, dann an der von D. Burlingham gegründeten Schule in der Wattmanngasse, Wien-Hietzing. 1915–18 bei den Visiten Wagner-Jaureggs an der Psychiatrischen Universitätsklinik anwesend. 1914/15 Besuch der Vorlesungen ihres Vaters, 1918–21 Analyse bei ihm. Ab 1918 erster Auftritt in psychoanalytischen Kreisen auf dem 5. Internationalen Kongress in Budapest, Teilnahme
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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