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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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Freud-Bernays | F 905 Laufbahn: Ende Mai 1938 Emigration mit ihrer Mutter nach Paris, Frühjahr 1940 Flucht aus Paris, bis 1942 Nizza, ein Jahr Casablanca; in den USA nach ihrer Heirat und der Ge- burt der Kinder Teilzeitarbeit als Psychiatric Social Worker in Child Guidance Clinics und Child Welfare Settings tätig, beginnt zu unterrichten und schlägt eine akademische Lauf- bahn ein; Associate Professor, 1971 Chair of Human Behavior Sequence, 1978 Professorin an der Simmons College School of Social Work, Leitung der Abteilung für theoretische Ausbildung von Sozialarbeiterinnen, 1992 emeritiert, als ehrenamtliche Sozialarbeiterin tä- tig, umfangreiche Vortrags- und Publikationstätigkeit, veröffentlichte zahlreiche Beiträge zu Erziehung und frauenspezifischen Themen. 2007 veröffentlichte sie die kommentierten Memoiren ihrer Mutter, zu der sie zeitlebens ein recht schwieriges Verhältnis hatte. W.: „Three Seminars on Evaluation and Pre-evaluation Research“, „My three mothers and other passions“ (1988, dt. 1989: „Meine drei Mütter und andere Leidenschaften“, Übers. Brigitte Stein), Im Schatten der Familie Freud. Meine Mutter erlebt das 20. Jahrhundert. Übers.: Erica Fischer u. Sophie Freud“ (2006) L.: Ingrisch 2002, Ingrisch 2004, Ingrisch 2006, ÖNB 2002 Freud-Bernays Anna; Schwester von Sigmund Freud Geb. Freiberg, Mähren (Příbor, Tschechien), 31. 12. 1858 Gest. New York City, New York, USA, 11. 3. 1955 Herkunft, Verwandtschaften: Schwester von Sigmund Freud (1856–1939), dem Begründer der Psychoanalyse, Vater: Jacob Freud. Jüngere Geschwister: Marie (* 1861, heiratete Moritz Freud); Rosa (* 1860, heiratete den Wiener Rechtsanwalt Heinrich Graf); Adolfine (* 1862) und Paula (* 1864, heiratete Valentin Winternitz). Bruder Alexander wurde 1866 geboren. 1859 übersiedelte die Familie nach Leipzig, am 16. Oktober desselben Jahres wurde sie aus Sachsen ausgewiesen und ließ sich in Wien nieder. Rosa, Marie und Paula wurden während des Nationalsozialismus in Treblinka ermordet, Adolfine starb in Theresienstadt. LebenspartnerInnen, Kinder: 1883 Heirat mit Eli Bernays (1860 –1923), Gründer eines Reisebüros, Bruder von Martha Freud, geb. Bernays. Töchter: Judith (* 1885), Lucy (Leah), verh. Wiener (* 1886), Hella (* 1893), Martha (* 1895), Sohn: Edward (* 1891), wurde später als „Vater“ der Public Relations bekannt. Ausbildungen: Besuchte die Volkschule am Karmeliterplatz in Wien-Leopoldstadt und ab 1871 die Bürgerschule für Mädchen. Absolvierte ab 1874 das Lehrerinnenseminar bei den Ursulinen in der Johannesgasse (Wien 1). 1878 Examen als Lehrerin. Legte auch die Kin- dergärtnerinnen-Prüfung ab. Laufbahn: Begann mit 16 Jahren in mehreren Familien zu unterrichten. Führte nach ihrer Hochzeit jeden Samstag ein offenes Haus mit zahlreichen Gästen. Eine schwere Krankheit, durch die sie ihr drittes, ungeborenes Kind verlor, wurde von Dr. Breuer geheilt. In der Zwi- schenzeit war das Geschäft ihres Mannes zu Grunde gegangen und sie musste in kleineren Verhältnissen leben. Aus gesundheitlichen Gründen zog die Familie nach Baden. Ihr Mann ging nach Amerika. Trotzdem sie ihr viertes Kind erwartete, folgte sie ihm mit dem jüngsten Sohn per Schiff, kam am 28. 11. 1892 in New York an. Fortan reiste sie zwischen Amerika und Europa hin und her, verlor aber nie die Sehnsucht nach Wien. Den Ausbruch des 1.  Welt- kriegs erlebte sie in der Schweiz. Ihr Mann war durch Geschäfte an der Produktenbörse
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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