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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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F | Frey912 an teilweise gelähmt. 1891 starb ihr Vater an TBC. A. F. kommt durch ihren Onkel Gustav Schlesinger und ihre Mutter schon früh mit sozialistischen Ideen in Berührung. LebenspartnerInnen, Kinder: 1916 Heirat mit Josef Frey, promovierter Jurist, aktiv in der Partei, für die „Arbeiter-Zeitung“ tätig, wie A. und ihre Mutter im linken Flügel der sozial- demokratischen Partei rund um Otto Bauer und Friedrich Adler, 1921 Beitritt zur KPÖ. Ausbildungen: Juli 1909 Matura am Mädchenobergymnasium des Vereins für erweiterte Frauenbildung, WS 1909 Inskription in Geschichte, WS 1911/12 Aufenthalt an der Uni- versität Freiburg im Breisgau, während ihres Studiums verschiedene Vorlesungen aus Ge- schichte, Philosophie, Ethnologie, Geographie und Wirtschaftsgeschichte, letzteres bei Carl Grünberg; Dissertation bei Oswald Redlich, nach der Promotion 1913 Fortsetzung ihrer Studien mit dem Besuch von rechtswissenschaftlichen Kursen für Frauen; 1916 Lehr- amtsprüfung für Geschichte und Geographie. Laufbahn: Nach der Lehramtsprüfung Lehrerin, daneben Engagement in der sozialdemo- kratischen Partei, vor allem in der Bildungsbewegung, ab 1912 Bildungsbeirat in der sozial- demokratischen Jugendorganisation, Veröffentlichung von Artikeln mit Lektürevorschlägen für ArbeiterInnen, aktiv in der Debatte um die Funktion der Jugendorganisationen, Kampf- oder Erziehungsorganisation, während des Krieges und in der Nachkriegszeit; während des Krieges und obwohl sie ihr Studium schon beendet hat , Vorsitzende der „Freien Vereini- gung sozialistischer Studenten“, einer jener Organisationen, die immer wieder Kritik an der Parteispitze und ihrer Kriegsbejahung übt; Schriftführerin der informellen linken Gruppe rund um Friedrich Adler, Korrespondenz mit Kriegsgegnern innerhalb der Monarchie, trotz Kritik an der Parteiführung kein Anschluss an die Linksradikalen innerhalb der Studenten- und Jugendgruppen, die 1918 die KPÖ gründen; neben ihrer Arbeit als Lehrerin und in den Parteigremien Beteiligung an der Herausgabe volkstümlicher Parteibroschüren, z. B. „Was ist Sozialismus?“. Mit der Rückkehr ihres Mannes von der Front und seinem Engagement in der Rätebewegung und in Opposition zur sozialdemokratischen Parteiführung dürfte auch A. F. in diese Konflikte mit einbezogen worden sein. Ab Mai 1919 Herausgabe von „Der Kampf“, wichtigste theoretische sozialistische Publikation in Österreich als Wochenschrift, Redak- tionssekretärin unter dem Chefredakteur Friedrich Adler, schrieb u. a. Rezensionen; zu Jah- resbeginn 1920 schwere Grippe, akute Depressionen, an denen sie bereits seit ihrer Kindheit leidet, Februar 1920 Selbstmord, in ihren Abschiedsbriefen spricht sie von Selbstzweifeln. W.: „Zur Geschichte der österreichischen Post im 16. Jahrhundert unter Ferdinand I. Phil. Diss. Univ. Wien“ (1913), „Die österreichischen Alpenstraßen in früheren Jahrhunderten“ (1919) L.: Dissertationsverzeichnis, Marschalek 1980, Pasteur 1986, Tichy 1989, Wolfsberger 2002, Der Kampf-Sozialdemokratische Monatsschrift Jg. 13, 1920., S. 49–50, Arbeiterinnen-Zei- tung, Jg. 29, Nr. 7, 2. 4. 1920 Frey Johanna, verh. Fischer; Sängerin Geb. Klagenfurt, Kärnten, 20. 8. 1867 Gest. Salzburg, Sbg., 24. 7. 1907 Ausbildungen: Nach Besuch einer Handelsschule nahm F. in Klagenfurt Gesangsstunden. Laufbahn: Debütierte 1884 als Operettensängerin am Stadttheater Salzburg. 1886 kam sie nach Würzburg, wo sie auch in der Oper auftrat. Nach kurzer Tätigkeit in Reichenberg und
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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