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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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F | Friedmann922 Friedmann Hermi; Fotografin Geb. Wien, 10. 10. 1905 Gest. Bogotá, Kolumbien, 10. 9. 1989 Herkunft, Verwandtschaften: Wuchs in einer bürgerlich-jüdischen Familie in Wien auf. Von ihrem Vater beeinflusst, der sich als Amateur leidenschaftlich für die Fotografie interes- sierte und in seinem Haus eine Dunkelkammer eingerichtet hatte. Ausbildungen: Besuchte zunächst die Volks- und Hauptschule, 1924 bis 1928 die Graphi- sche Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, 1934 Meisterprüfung für Fotografie. Laufbahn: Nach einem längeren Studienaufenthalt in Paris spezialisierte sie sich auf die damals aufkommende fotografische Reproduktion von Kunstgegenständen aus Glas, Silber u. a. sowie von Aquarellen und Ölbildern. Ab 1930 arbeitete sie im Atelier von Lotte Meit- ner-Graf. Nachdem sie 1934 den Meistertitel für Fotografie erworben hatte, leitete sie bis zum Einmarsch Hitlers in Österreich das Fotostudio Pokorny. Die Wirtschaftskrise und die politische Entwicklung in Österreich  – ihre Brüder waren in der sozialdemokratischen Jugend- und Studentenbewegung aktiv  –, aber vor allem die antisemitische nationalsozialistische Diktatur in Deutschland waren Anlass, dass ihr älterer Bruder bereits 1936 versuchte im Ausland Fuß zu fassen. Kolumbien stand am Anfang sei- ner Industrialisierung und Modernisierung, daher hatte der Staat großes Interesse an ausge- bildeten Fachkräften. Diesem Umstand verdanken H. F. und ihre Familie die Rettung. 1938 lebte H.F. zuerst in Barranquilla, dann in Bogotá, wo sie ein Fotoatelier eröffnete. Neben der Brotarbeit  – Fotos von Hochzeiten, Taufen, Ausweisfotos  – begann sie das Land mit der Kamera zu erkunden, eine übergreifende Thematik ihrer Fotoserien gilt der Frau. Daneben schloss sie Kontakte mit kolumbianischen Künstlern, Literaten, Musikern und Anthropo- logen; fotografierte bei Konzerten und sonstigen künstlerischen Darbietungen. Während des Bürgerkrieges (1948) brannte ihr Atelier und der größte Teil ihrer Fotos und Negative wurde vernichtet. In den 1950er und 1960er Jahren entstand eine fulminante Sammlung von Künstlerfotos. Neben vielen Ehrungen und Ausstellungsbeteiligungen war sie 1988 mit vierzig Exponaten an einer internationalen Ausstellung des Museums für Moderne Kunst Bogotá beteiligt. Ausz.: 1948 und 1967 Siegerin bei Fotowettbewerben. W.: „El Original Ballet Ruso en Latinoamerica“ (1947) L.: Auer 1997, ÖNB 2002, http://www.fotohof.at/, http://www.literaturepochen.at/exil/, www.ila-bonn.de/artikel/ila338/kuenstlerinnen_emigrierte.htm Friedmann Konstanze, Constanze, geb. Glaser; Philosophin und Schriftstellerin Geb. Wien, 14. 7. 1889 Gest. ? Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Hof- und Gerichtsadvokaten. LebenspartnerInnen, Kinder: 1907 Heirat mit Dr. Wilhelm Friedmann. Ausbildungen: 1908/09 Reisen ins Ausland, danach ständiger Wohnsitz in Leipzig (Ehe- mann habilitierte sich an der dortigen Universität). 1913 Wiederaufnahme (nach jahrelanger Unterbrechung) der vor der Ehe begonnenen Gymnasialstudien in Wien, März 1915 Ma- tura, Sommersemester 1915 –1916 Studium an der Philosophischen Fakultät der Universi-
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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