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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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F | Friedmann924 Ausbildungen: Besuchte in Dresden die Schule. Laufbahn: 1850 ging sie zu Friedrich (Wilhelm August) Fröbel nach Marienthal und grün- dete später einen Kindergarten in Kiel, den sie einige Zeit selbst leitete. Sie lebte in Ham- burg und nach ihrer Heirat 1855 in Wien. Sie war Mitarbeiterin mehrerer Zeitschriften und beschäftigte sich vor allem mit Themen der Frauenbewegung. Qu.: Judaica-Projekt/ÖNB. W.: „Ein Diplomat“ (1853), „Waldblumen. Erzählungen für Kinder von 6 bis 10 Jahren“ (1862), „Was die Mutter erzählt. Geschichten für Kinder von 6 bis 10 Jahren“ (1864) L.: ÖNB 2002, Pataky 1898, www.frauenstadtarchiv.de Friedmann Rose (Rosina), geb. von Rosthorn; Alpinistin Geb. Prävali, Kärnten (Prevalje, Slowenien), 12. 2. 1864 Gest. Baden, NÖ, 13.(14.?) 1.1919 Herkunft, Verwandtschaften: R. F. war die Tochter von Adolf Edler von Rosthorn, An- gehöriger einer ursprünglich aus England stammenden Industriellenfamilie, und Rosalie, geborene Fischer. Ihre Jugend verbrachte sie im niederösterreichischen Piestingtal. LebenspartnerInnen, Kinder: In erster Ehe war sie mit Bruno Wagner von Freynsheim (ca. 1862–1919), Rechtskonsulent der österreichisch-ungarischen Staats-Eisenbahn-Gesellschaft und Funktionär des Österreichischen Alpen-Clubs, verheiratet. Der Ehe entstammte eine Tochter, die 1885 geborene Dora. Auf einer Bergtour begegnete R. W. dem Industriellen Louis Friedmann (1861–1939), einem der bekanntesten Wiener Alpinisten jener Zeit, den sie 1886 heiratete. Im darauf folgenden Jahr wurde die Tochter Maria Alexandrine geboren. Laufbahn: Mit ihrem Mann Louis Friedmann unternahm R. F., die seit 1887 Mitglied des Österreichischen Alpenklubs war, zahlreiche, teils führerlose, Hochtouren im Alpenraum und avancierte zu einer der bedeutendsten Bergsteigerinnen ihrer Epoche. In den Ostalpen erstieg sie die meisten Hauptgipfel. In der Ortlergruppe, ihrem bevorzugten Touren gebiet, war sie die erste Frau auf der Thurwieserspitze (1888) sowie auf dem Marltgrat und der Min- nigeroderinne am Ortler, weiters erstieg sie die Königsspitze und überwand die Trafoier Eis- wand. 1889 nahm sie gemeinsam mit Louis Friedmann und dem Ehepaar Hans und Alba Helversen an der ersten touristischen Ersteigung der Hinterkärlspitze in der oberitalienischen Sappadagruppe teil. In den nördlichen Kalkalpen war sie wiederholt in der Dachsteingruppe unterwegs und durchkletterte bei ungünstigsten Wetterverhältnissen die Watzmannostwand. In den Dolomiten erstieg sie die Kleine Zinne und die Fünffingerspitze, in der Berninagrup- pe unter anderem den Piz Roseg und den Piz Palü. In den Westalpen waren Viertausender wie Matterhorn (Überschreitung), Weißhorn, Castor, Pollux und Monte Rosa ihr Ziel. Das Ehepaar Friedmann nahm darüber hinaus regen Anteil am Leben der damaligen Wiener Gesellschaft und pflegte zahlreiche Freundschaften und Bekanntschaften mit Künstlern, so etwa mit Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal. Von Gustav Klimt wurde R. F. als Salonda- me in glitzernder schwarzer Robe porträtiert (1900/01). Auf Klimts symbolistischem Gemälde „Nixen (Silberfische)“ (1899) ist eines der beiden Frauengesichter als das ihre zu erkennen. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs widmete sich R. F. als freiwillige Krankenschwester der Pflege verwundeter Soldaten. Mit Typhus infiziert, starb sie im Jänner 1919 in Baden. Das „Neue Wiener Tagblatt“ würdigte sie in einem Nachruf als „eine Frau, deren Name ehrend auf
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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