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Frindt926
Mitglsch.: Mitglied der VBKÖ.
Qu.: Archiv VBKÖ, Wien; DB NS-Lit. Graz.
L.: Heller 2008
Frindt Anna, Anna Maria; Geschäftsfrau und Gegnerin des NS-Regimes
Geb. Reichenau a. d. Rax, NÖ, 3. 7. 1905
Gest. Prein a. d. Rax, NÖ, 26. 4. 1945
Laufbahn: Die Obst- und Gemüsehändlerin A. F. machte in ihrem Geschäft im August
1943 regimekritische Äußerungen und wurde dafür am 20. Juni 1944 vom OLG Wien we-
gen Wehrkraftzersetzung zu 15 Monaten Zuchthaus verurteilt. Sie war daher den örtlichen
NS-Machthabern als Regimegegnerin bekannt. Am 24. April 1945 wurde sie verhaftet, im
Keller eines Privathauses in Prein a. d. Rax festgehalten und anschließend zusammen mit an-
deren Frauen im Keller des Hotels „Kaiserhof“ von Mitgliedern eines Sonderkommandos des
Volkssturms erschossen.
Qu.: Datenbank OLG, DÖW.
L.: Dokumentationsarchiv 1987a, Fein 1975, http://www.derfreiheitskaempfer.at/
Frisch Liselotte; Bühnenbildnerin
Geb. ?
Gest. ?
Laufbahn: War in Wien tätig. 1940/41 als „Halbjüdin“ aus der RTK ausgeschlossen.
L.: Trapp/Mittenzwei 1999
Frischauer Frida, Frischauer-Meitner Frieda; Mathematikerin
Geb. Wien, 24. 2. 1889
Gest. New York City, New York, USA, 22. 3. 1966
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter des Rechtsanwaltes Dr. Philipp Meitner und dessen
Frau Hedwig Meitner-Skovran, jüngste Schwester der Physikerin Lise Meitner.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1917 Heirat mit Leo Frischauer, Arzt und Philosoph.
Ausbildung: F. F. besuchte den Gymnasialkurs der Dr. Eugenie Schwarzwald und legte 1908
die Reifeprüfung am privaten Mädchenobergymnasium mit Öffentlichkeitsrecht des Ver-
eins für erweiterte Frauenbildung ab. Anschließend studierte sie bis zum Sommersemes-
ter 1914 an der Universität Wien Naturwissenschaften und Philosophie. Ihre Dissertation
„Eduard von Hartmanns Naturphilosophie“ reichte sie bei den Philosophen Stöhr und Rei-
ninger im Juni 1916 ein. Ihre Promotion verzögerte sich bis März 1918.
Laufbahn: Trotz ihrer bekannten Schwester ist wenig über F. F. bekannt. In den Biografien
über die Physikerin Lise Meitner wird kaum auf den Werdegang der späteren Mathemati-
kerin eingegangen. In der Zwischenkriegszeit war F. F. in der Harand-Bewegung in Wien
tätig. Sie emigrierte in die USA und lehrte am Adelphi College in New York Mathematik.
Qu.: UA Wien.
L.: Heuer 1992, ÖNB 2002, ÖWE 1993, Internetrecherche (ssdi, Stammbaum Familie
Meitner)
Brigitte Bischof
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika