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Frischmann928
Mitglsch., Kooperationen: Gründung des „Cercle Culturel Autrichien“ gemeinsam mit dem
Wirtschaftswissenschafter Arpad Haas und Tilly Spiegel; in Mexiko Zusammentreffen mit
Schriftstellern und Journalisten wie Bruno Frei, Leo Katz oder Egon Erwin Kisch, der In-
genieurin Gertrude Kurz, der Physikerin Marietta Blau, den Ärzten Theodor Balk, Moritz
Luft, Leo Deutsch, Else und Richard Volk, sowie dem Dirigenten und Schüler Arnold
Schönbergs, Ernst Römer; Gründung des Verlags „El Libro Libre“ gemeinsam mit Bruno
Frei, Leo Katz, Egon Erwin Kisch und Else Volk; Mitglied der Exekutive der internatio-
nalen Arbeiterhilfe (IAH); 1933 Vorsitzende des Bundes proletarischer Solidarität, der die
Nachfolgeorganisation der verbotenen Roten Hilfe war.
Im Sommer 1909 Treffen mit Alban Berg, Anton Webern, Erwin Stein und Arnold Schön-
berg, Freundschaft mit Letzterem, der sie zur Verfassung eines Librettos für sein opus 17
„Erwartung“ motivierte, sein erstes Bühnenwerk, ein Monodrama, das nach der Komposi-
tion im August 1909 25 Jahre auf die Uraufführung warten musste. Schönberg malte auch
ein Porträt von M. F.-P. In Mexiko Freundschaft mit dem Komponisten Marcel Rubin und
seiner Frau Hilda.
Qu.: IfZ München; DÖW.
W.: Ab 1908 Lyrik und Prosa in zahlreichen Zeitschriften. „Pappenheim, Maria: Erwar-
tung (Textbuch).1909 vertont von Arnold Schönberg“ (1917), „Gem. m. Reich, Annie: Ist
Abtreibung schädlich“ (1930), „Der graue Mann. Roman“ (1949), „Sie ist immer viel zu
gut. In: Volksstimme“ (1950), „Im Kampf um den Frieden. Österreichische Zeitung“ (1950),
„Gedichte“ (1962), „Verspätete Ernte zerstreuter Saat“ (1962)
L.: BLÖF, Bolbecher/Kaiser 2000, Fallend 2002, Frei 1972, ÖNB 2002, Pasteur 1986, Röder/
Strauss 1980 –1983, Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, Spiegel 1969, http://
www.literaturepochen.at/exil/
Frischmann Klothilde, Clothilde; Geschäftsinhaberin
Geb. Warasdin, Ungarn (Varaždin, Kroatien), 3. 1. 1870
Gest. Theresienstadt, Deutsches Reich (Terezin, Tschechien), 20. 9. 1942
LebenspartnerInnen, Kinder: Ehemann: Leopold Frischmann († 1929); Söhne: Arthur,
Richard und Egon; Töchter: Klothilde, Emma (geistig behindert, ging 1939 nach Wien, das
weitere Schicksal ist unbekannt).
Laufbahn: Besaß mit ihren Söhnen das Kaufmannsgeschäft „Leopold Frischmann und
Söhne“ in der Färbergasse in Wilhelmsburg. Nach dem „Anschluss“ wurde das Geschäft li-
quidiert, der Sohn Arthur wurde nach Dachau deportiert und ging später nach Jugoslawien.
K. F. ging am 19. 7. 1939 nach Wien. Sie wurde am 28. 7. 1942 nach Theresienstadt deportiert.
L.: Lind 2002, http://de.doew.braintrust.at/
Fritsch Franziska, Fanny, Ps. Fr. Staufen (Staufer); Schriftstellerin, Dramatikerin und
Lyrikerin
Geb. Bibart, Bayern (Deutschland), 10. 3. 1828
Gest. Salzburg, Sbg., 1904
LebenspartnerInnen, Kinder: Österreichischer Statthalterbeirat Ritter von Fritsch.
Ausbildungen: In München.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika