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Hörmann | H 1377
Laufbahn: Drehte bereits mit 16 Jahren ihren ersten Kinofilm. 1957 Schauspieldebüt am Wiener
Burgtheater, ab 1967 Engagement am Züricher Schauspielhaus. Gastspiele bei den Salzburger
Festspielen (Buhlschaft im „Jedermann“), an den Münchener Kammerspielen, am Theater in der
Josefstadt und an der Volksoper in Wien. Hauptrollen in Film und Fernsehen („Das Erbe der
Guldenburgs“, „Julia, eine ungewöhnliche Frau“). 1991 Rückkehr nach Wien.
Ausz.: 1994 Bundesfilmpreis, 1986 Bayerischer Filmpreis, 1987 Goldene Kamera, 1992, 1996,
1999 –2001 u. 2003 Romy als beliebteste Schauspielerin, 1992 Bambi, 1994 Deutscher Film-
preis, 1998 Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, 2001 Adolf-Grimme-Preis, 2001
Goldene Kamera, 2001 erhält sie vom deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau das Bundes-
verdienstkreuz, 2002 erhält sie, als dritte Frau, den Karl-Valentin-Orden, 2004 wird sie vom ös-
terreichischen Bundespräsidenten Klestil zur Kammerschauspielerin ernannt. 2005 wird sie mit
der Goldenen Feder für ihre schauspielerische Leistung in den letzten 50 Jahren ausgezeichnet.
L.: Tötschinger 2003, Ulrich 2004, www.aeiou.at
Hörmann zu Hörbach Angelica (Emilie) von, geb. Geiger, Ps. Angelica (Angelika);
Schriftstellerin und Lyrikerin
Geb. Innsbruck, Tirol, 26. 4. 1843
Gest. Innsbruck, Tirol, 23. 2. 1921
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Mathias Geiger (1802–58), Universitätsprofessor, Jurist,
Dichter und Heimatschriftsteller, aus Fiss im Oberinntal stammend, hatte es vom Hir-
tenknaben zum Professor der Finanzgesetzkunde an der Universität Innsbruck gebracht.
Mutter: Henriette, Tochter des Gubernialvizepräsidenten Robert Freiherr v. Benz-Albkron.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1865 Heirat mit Dr. Ludwig v. Hörmann zu Hörbach (1837–
1924), Volkskundler und Kulturhistoriker, Direktor der Universitätsbibliothek Innsbruck;
Sohn: Walther (1865–1946), Jurist (Kirchenrecht).
Ausbildungen: Sie war schon im Elternhaus mit literarischen Strömungen vertraut. Erzie-
hung durch Privatlehrer.
Laufbahn: Wurde mit 15 Jahren Vollwaise. Trat 1863 unter dem Dichternamen „Angelica“,
den sie von da an trug, im Almanach „Frühblumen aus Tirol“ mit lyrischen Proben, von
denen einige vertont wurden, an die Öffentlichkeit. Neben romantischen Erzählungen ver-
öffentlichte sie mehrere Gedichtbände und Versepen. 1903 als erste Frau in den Tiroler
Zensurbeirat berufen.
Erste zeitgenössische Dichterin Tirols, Kranewitter bezeichnete sie in seiner Grabrede „als
die erste Frau Tirols von wahrhaft nationaler Empfindung“. Bekanntschaft mit Hammer-
ling und Rosegger.
Qu.: Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Bibliothek, Leihgabe im For-
schungsinstitut „Brenner-Archiv“ der Universität Innsbruck seit 1974.
W.: „ (gem. m. Ludwig Hörmann, Hans von Vintler, J. E. Waldfreund d. i. Johann Peter Mo-
ser): Frühlingsblumen aus Tirol“ (1863), „Die neue Mühle. Dorfgeschichte“ (1866), „Grüsse
aus Tirol. Gedichte“ (1869), „Das Nähmädchen. Erzählung“ (1872), „Aus Tyrol. Erzählungen“
(1872), „Die saligen Fräulein. Episches Gedicht“ (1876), „Liederspende. Gedichte“ (1888),
„Oswald von Wolkenstein. Episches Gedicht“ (1890), „Neue Gedichte“ (1892), „Auf stillen
Wegen. Neue Gedichte“ (1899). Das Gesamtwerk umfasst an die fünfhundert Gedichte.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 1, A – H
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1422
- Kategorie
- Lexika