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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Seite - 1379 -
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Horn | H 1379 Horn Gertrude, Trude; Verfolgte des NS-Regimes Geb. Wien, 27. 10. 1924 Gest. Wien, Dezember 1992 Herkunft, Verwandtschaften: Der Vater, Taxifahrer, war jüdischer Herkunft, wurde am 10. November 1938 nach Dachau deportiert und kehrte 1939 zurück. Die Mutter, „Arierin“, war Hausfrau. Die Familie war nicht religiös orientiert. G. H. trat später zum katholischen Glauben über, danach aber aus. LebenspartnerInnen, Kinder: 1945 Heirat mit Otto Horn. Ausbildungen: Besuchte die Volks- und Hauptschule in Wien, 18. Bezirk. Eine angestrebte Schneiderlehre kam nach dem „Anschluss“ nicht mehr in Frage. 1938 musste sie die Schule verlassen. Laufbahn: 1939 wurde die Wohnung arisiert, die Familie bewohnte ein kleines Zimmer im Keller einer jüdischen Villa. G. H. kümmerte sich um die Kinder der dortigen Haus- frau, deren Mann nach dem „Anschluss“ Selbstmord verübt hatte. 1940 mussten sie die Villa verlassen und in den 2. Bezirk ziehen, schließlich wurde G. H. in die Wäscherei Habsburg dienstverpflichtet. Wegen eines Gasthausbesuches, das sie als Jüdin nicht hätte betreten dürfen, wurde sie verhaftet. Kurze Zeit später trat sie heimlich, ohne Wissen der Eltern, der illegalen „Mischlingsliga Wien“, einer Unterorganisation des Kommu- nistischen Jugendverbandes, bei. Dort lernte sie auch ihren späteren Mann kennen. Die Organisation wurde verraten und G. H. erneut eingesperrt. Im Oktober wurde sie nach Auschwitz deportiert und von dort nach Ravensbrück. Am 1. August 1945 kam sie nach Wien zurück. L.: Dokumentationsarchiv 1992 Hornbostel Helene von, geb. Winkler; Frauenrechtsaktivistin Geb. Wien, 24. 9. 1815 Gest. Wien, 29. 12. 1888 LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Theodor Hornbostel (1815–1888), Industriel- ler und Bankfachmann. Laufbahn: Mitglied des gründenden Ausschusses des Frauen-Erwerb-Vereins, 1866 –67 Präsidentin, dann Ehrenmitglied des Vereins L.: Braun/Fürth/Hönig 1930, Jubiläumsbericht 1916, ÖBL, www.onb.ac.at/ariadne/ Horner Maria, geb. Salzmann; Hebamme und Gemeinderätin Geb. Maria Rojach, Kärnten, 28. 6. 1917 Herkunft, Verwandtschaften: Mutter: Maria Salzmann (* 1897), Land- und Hilfsarbeite- rin; Vater: Isidor Maier, Landarbeiter aus Kärnten; Bruder: Franz Schatz-Salzmann, lebt in Perth, West-Australien; eine Schwester in England, zwei Brüder sind im Krieg gefallen; aufgewachsen ist M. H. als lediges Kind bei ihren Großeltern im Lavanttal in Kärnten. Ihre Großmutter war ebenfalls Hebamme. Ausbildungen: acht Jahre Volksschule Lavanttal Kärnten, zwei Jahre Hebammenschule an der Universitätsklinik Graz (1939). Laufbahn: 1941–1952 Bezirkshebamme in Judenburg, 1955–1970 Bezirkshebamme in Leo-
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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