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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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Hubmaier | H 1399 wählbaren Platz nominiert hatte und die bisherigen Gemeinderätinnen erbost einen drit- ten Platz für eine Frau verlangt hatten. Mitglied des Wiener Gemeinderates und Abgeord- nete zum Wiener Landtag 1959–1970; nach elfjähriger Tätigkeit in der Wiener Gemein- de- und Landtagspolitik wechselte M. H. in den Nationalrat. Mitglied des Gemeinderates von Breitenfurt bei Wien 1978; Abgeordnete zum Nationalrat (XII.–XVII. GP) ÖVP 31. 3. 1970–4. 11. 1990, Zweite Präsidentin des Nationalrates 19. 2. 1986–5. 11. 1990; als Abgeordnete zum Nationalrat und gleichzeitige Landesvorsitzende der Wiener Frauen- bewegung war M. H. bis 1986 ÖVP-Bereichssprecherin für Familienpolitik. 1970–1988 Landesleiterin der Wiener Frauenbewegung, 1970–1974 stellvertretende Bundesleiterin der Österreichischen Frauenbewegung (ÖFB), 1980 Wahl zur stellvertretenden Bundes- parteiobfrau des damaligen Bundesparteiobmanns Alois Mock; 1986 als erste Frau Wahl zur Zweiten Nationalratspräsidentin; 1986–1990 ÖVP-Bereichsprecherin für Umweltpo- litik; 1986/86 Bildung der zweiten großen Koalition, M. H. hätte das Umweltministerium übernehmen sollen, bedingt durch den Tod ihres Mannes verzichtete sie auf das Amt; 1990 Ausscheiden aus der Bundespolitik aus eigenem Entschluss; nach wie vor in Brei- tenfurt, ihrem Geburtsort, als ÖVP-Klubobfrau in der Gemeindepolitik tätig, außerdem aktiv in der Österreichischen Gesellschaft für Ökologie, Präsidentin des Stiftungsrates an der Spitze des WWF in Österreich. Ausz.: 1989 Ehrenpatenschaft über den Nationalpark Hohe Tauern für ihr Engagement gegen das Kraftwerk im Dorfertal. L.: Kunz 1991, Pitzinger-Ryba 1988 Hubmaier Elsbeth, geb. Hügline; Täuferin Geb. ? Gest. 13. 3. 1528 LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Dr. Balthasar Hubmaier († 10. 3. 1528). Laufbahn: E. H., geborene Hügline, war die Frau von Balthasar Hubmaier aus Friedberg bei Augsburg (um 1485–1528). Der promovierte Theologe (1512), Stadtpfarrer und Universi- tätsprofessor in Ingolstadt war zu einem der führenden Gestalten und bedeutendsten Theo- logen des frühen Täufertums avanciert. Die offene Hinwendung zunächst zu Reformation und dann zum Täufertum erfolgte als Pfarrer im vorderösterreichischen Waldshut, wohin er 1521 ebenso plötzlich gewechselt war wie zuvor 1516 von Augsburg nach Regensburg als Domprediger; in Regensburg hatte er mit seinen Predigten zu einem Judenpogrom auf- gestachelt und war zur Triebfeder einer gewaltigen Wallfahrtsbewegung zur Kapelle der „Schönen Maria“ geworden, die anstelle der 1519 zerstörten Synagoge errichtet worden war. E. stammte vermutlich aus Reichenau bei Chur und nicht von der gleichnamigen Insel im Bodensee. Über ihr familiäres und soziales Umfeld ist nichts bekannt, ebenso wenig, wann und wo sie Balthasar Hubmaier kennengelernt hatte. Die Heirat hat wahrscheinlich im Jänner 1525 stattgefunden, zu einer Zeit, da dieser in Waldshut daran ging, reformatori- sche Kritikpunkte praktische Gestalt werden zu lassen. Spätestens seit dem Zeitpunkt der Eheschließung teilte E. mit Balthasar Hubmaier Leben und Schicksal. In der Frage der Kindertaufe hatte sich Hubmaier immer mehr von seinem einstigen Weggefährten, dem Züricher Reformator Ulrich Zwingli († 1531) entfernt, sich schließlich am Ostersonntag
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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