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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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Hübner | H 1401 Hübner Cölestine, Tini, geb. Slovak, Slowak; Heurigensängerin und Widerstandskämpferin Geb. Wien, 17. 3. 1905 Gest. 21. 8. 1982 Herkunft, Verwandtschaften: Eltern: Anna und Johann Slovak (Slowak). Ausbildungen: Besuchte nach der Volks- und Bürgerschule eine zweijährige Fortbildungs- schule für Damenschneiderei. Laufbahn: Ab 1926 Hilfsarbeiterin in einer Kinderwagenfabrik, ab 1927 in der Holzwaren- firma Lourie & Co. beschäftigt. Am 27. 12. 1939 wurde sie wegen „Vorbereitung zum Hoch- verrat“ verhaftet und am 7. 10. 1941 zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilt. 1940, während ihrer Haft, starb ihr Ehemann. Am 30. 3. 1942 kam sie nach Ravensbrück, wo sie die Häftlingsnummer 9992 erhielt. Sie arbeitete unter anderem im Büro der Effektenkam- mer und wurde auch Blockälteste. Vor ihrer Verhaftung war sie als Heurigensängerin und Alleinunterhalterin aufgetreten. Sie war mit ihrer Gitarre eingeliefert worden und erhielt auch die Erlaubnis einer SS-Frau, die ebenfalls aus Wien stammte, zu singen und zu spielen. Mit Hermine Freiberger bildete sie ein Duo, das Wiener- und Heurigenlieder sang. C. H. begleitete auch oft die österreichisch-deutsche Gesangsgruppe mit ihrer Gitarre. Qu.: Datenbank OLG, DÖW. L.: Brauneis 1974, Dokumentationsarchiv 1987a, Knapp 2003 Hubrich Blanca; Klavierpädagogin und Komponistin Geb. Kaschau/Kassa, Ungarn (Košice, Slowakei), 20. 8. 1891 Gest. Wien, 14. 6. 1965 Herkunft, Verwandtschaften: Ihr Vater war Offizier. Bruder: Camillo Hubrich (1895–1970). Ausbildungen: Besuchte 1906 bis 1912 das Konservatorium der Gesellschaft der Musik- freunde in Wien. Laufbahn: Kam mit 10 Jahren nach Wien. Ab 1912 war sie Klavierpädagogin, 1922 bis 1945 arbeitete sie zusammen mit Franz Salmhofer und dessen Frau. Sie begann 1947 zu komponieren. 1948 nahm sie Kontakt mit den Komponisten Max Schönherr und Heinz Sandauer auf. L.: Marx/Haas 2001 Hübsch Margarethe; Neurologin und Psychiaterin Geb. 19. 6. 1903 Gest. Wien, 30. 8. 1983 Laufbahn: M. H. war Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie. Sie war von 1940 bis 1945 Mitglied der NSDAP und der NS-Frauenschaft. Sie leitete bis zum 31. Dezember 1940 als kommissarische Primarärztin die Wiener Nervenheilanstalt „Maria Theresienschlössel“. Ab 1941 ist sie Oberärztin und stellvertretende Primaria in der Wiener städtischen Nervenkli- nik für Kinder „Am Spiegelgrund“ und Beteiligte an der Kinder-Euthanasie. Während des Zweiten Weltkrieges wurden in der Kinderfachabteilung der Anstalt im Rahmen der Kinder- Eutha nasie mindestens 789 behinderte und/oder verhaltensauffällige Kinder durch Verabrei- chung von Schlafmitteln, durch Mangelernährung oder Unterkühlung umgebracht. In der
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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