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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Seite - 1408 -
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H | Humann-Wagner-Jauregg1408 LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Henri Humann, einem französischen (Mili- tär-)Arzt, Hochzeit in Wien. Freundschaften: Befreundet mit der Schriftstellerin Alma Johanna Koenig, die sich 1925 bis 1930 in Algier aufhielt und deren Mann dort als Konsul tätig war. Ausbildungen: Laborantin, Rotkreuzschwester. Laufbahn: Von 1926 bis 1932 lebte J. W.-J., unterbrochen nur durch zwei längere Aufent- halte in Wien, in der algerischen Sahara, damals unter französischer Kolonialverwaltung. Ausgehend von der Oase El Goléa, wo sie ihren Wohnsitz hatte, unternahm sie mehrere Expeditionen durch die algerische Sahara und lernte vom Nordrand bis nach Mali im Süden, dem damaligen Französisch-Sudan, ein Gebiet fast so groß wie Europa, kennen. Sie wid- mete sich hier der Erforschung des Lebens der Tuareg und besuchte unter anderem  – zum Großteil mit Kamelen  – das Hoggar (Ahaggar) im Süden des heutigen Algerien und das nordöstlich davon gelegene Bergland Tassili N’Ajjer. Während dieser Zeit hielt sie in Wien immer wieder Vorträge über ihre Reisen und Forschungen, etwa 1928 in der Wiener Geo- graphischen Gesellschaft und im Ingenieur- und Architekturverein oder auch im Jänner 1931 für Radio Wien. Während ihrer Aufenthalte in Afrika und Indochina arbeitete sie als Reisejournalistin für mehrere Wiener Tages- und Wochenzeitungen. In Tamanrasset lern- te sie ihren zukünftigen Mann, Henri Humann, kennen, einen französischen Militärarzt. Sie verließen gemeinsam Ende 1932, Anfang 1933 die Sahara, im Frühjahr 1935 gingen sie nach vergeblichen Versuchen, nach Afrika zurückzukehren, für zweieinhalb Jahre nach Französisch-Indochina. Während des Krieges (vermutlich Zweiter Weltkrieg) arbeitete sie als Rotkreuzschwester. Später übersiedelte sie mit ihrem Ehemann nach Toulon. Von dort besuchte sie mehrmals für längere Zeit Wien, zum Beispiel von November 1943 bis März 1944, ebenso im Mai 1949. J. H.-W.-J. betätigte sich bei den Tuareg auch als Sammlerin ethnographischer Objekte, 37 Gegenstände überließ sie zwischen 1929 und 1933 als Geschenke dem Museum für Völ- kerkunde in Wien, die, wie Alfred Janata, der zuständige Leiter der Abteilung Nordafrika, Vorder- und Zentralasien des Museums, 1978 in einem Brief an H.-W.-J. schrieb, „einen wesentlichen Teil des kleinen Bestandes einschlägiger Sammlungen“ darstellen. Schließlich schenkte sie dem Museum 1979 neun weitere Sammelobjekte, darunter „kulturhistorische Dokumente ersten Ranges“, wie der damalige Kustos ebenfalls notierte, sowie 35 Foto-Ne- gative von den algerischen Tuareg. Qu.: Museum für Völkerkunde, Wien, Archiv und Fotosammlung. Les Archives municipa- les de Toulon. Tagblatt-Archiv, Wienbibliothek. Archiv für publizistisches Arbeiten (Inter- nat. Biograph. Archiv), Teilpublikation 1934. W.: (journalistische Arbeiten): „Wüstenreisen. In: Neue Freie Presse (NFP), 16. 10. 1928, S. 11–12“, „Mein Heim in der Wüste. In: NFP, 25. 10. 1928, S. 10–11“, „Abenteuer einer Wienerin in der Wüste. In: NFP, 2. 2. 1929, S. 11–12“, „Leben in der Sahara. In: Radio Wien, 7. Jg., 1930/31, Heft 14, 2. 1. 1931, S. 14–15“, „Ich lebe in der Sahara. I. In: Neu- es Wiener Tagblatt (NWT), 15. 3. 1931, S. 23–24“, „Ich lebe in der Sahara. II. In: NWT, 22. 3. 1931, S. 23–24“, „Ich lebe in der Sahara. III. In: NWT, 29. 3. 1931, S. 25–26“, „Ich lebe in der Sahara. IV. In: NWT, 5. 4. 1931, S. 30–31“, „Ich lebe in der Sahara. V. In: NWT, 12. 4. 1931, S. 25–26“, „Ich lebe in der Sahara. VI. In: NWT, 19. 4. 1931, S. 23–24“, „Ich lebe
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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